Fußball verbindet

Als Referent war Marcus Olm vor Ort, der die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 33 Jahren in Theorie und Praxis im MTV-Sportheim an der Schildau und auf dem Rasenplatz ausbildete. Als Geschenk gab es zusätzlich einheitliche T-Shirts.

Flüchtlinge werden in Seesen zu Trainern ausgebildet

Es ist ein Projekt, das in der Region seinesgleichen sucht.

Nicht allein, dass Flüchtlinge integriert werden sollen in die Gesellschaft – sie sollen zusätzlich Verantwortung übernehmen. 13 Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und dem Sudan haben in der vergangenen Woche beim MTV Seesen einen Basislehrgang Fußball für die C-Lizenz absolviert. Zwölf der 13 Teilnehmer durften sich am Ende auch über die Urkunde freuen, einer der Teilnehmer hatte sich verletzt und musste den Lehrgang abbrechen.
Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hatte das Projekt aus der Taufe gehoben und mit Najman Kuri einen geeigneten Koordinator gefunden. Nuri selbst flüchtete vor über 20 Jahren aus Syrien, nun ist der Student aus Hannover beim NFV tätig und leitet die Trainerlehrgänge für Flüchtlinge.
Als Referent war Marcus Olm vor Ort, der die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 33 Jahren in Theorie und Praxis im MTV-Sportheim an der Schildau und auf dem Rasenplatz ausbildete. Neben Olm stand den Flüchtlingen ein Dolmetscher zur Seite. Unterstützt wurde der Lehrgang vom MTV Seesen in Person von Gertraud Schwaiger und von Karina Helfensteller, die die Teilnehmer mit Essen und Getränken versorgten. Zur Übergabe der Urkunden war auch Ludmila Heilmann vom Arbeitskreis Intgeration gekommen. Sie lobte die Maßnahme insbesondere.
Neben Praxistraining auf dem Platz gab es an insgesamt vier Tagen auch reichlich Theorie zu büffeln. Nun ist der Anfang gemacht, die Flüchtlinge können den Basislehrganng erweitern und in Vereinen als Trainer, Betreuer oder in anderer Form aktiv werden. Die Kosten des Lehrganges übernimmt der Niedersächsische Fußballverband, der damit weiter die Integrationsarbeit in den Vereinen voranbringen möchte.