Gäste aus Wantage freuen sich schon auf Seesen

Auch eine Fahrt auf den „Brocken" zählt zu dem breitgefächerten Programm.

Offizieller Empfang am kommenden Freitag / Breitgefächertes Programm mit vielen Höhepunkten

Auf den verschnürten Reisekoffern werden sie sicherlich noch nicht sitzen. Die Frage gleichwohl, was man in diesem Sommer, der bis dato alles andere nur noch kein Sommer war, einpacken sollte, um den Wetterkapriolen Paroli bieten zu können, dürfte vor allem die Damen in der Seesener Partnerstadt Wantage umtreiben. Schließlich fällt in wenigen Tagen der Startschuss zum Gegenbesuch in der Harzstadt Seesen. Und hinter dem prognostizierten Azorenhoch, das sich am 24. Juli das erste Mal bemerkbar machen, und Anfang August auch den Harzstädtern Temperaturen von kurzzeitig 30 Grad Celsius bescheren soll, tut sich derzeit noch ein dickes Fragezeichen auf.
Der anstehende Gegenbesuch der Reisegruppe aus Wantage dürfte in diesem Jahr übrigens ganz im Zeichen eines kleinen Jubiläums stehen, würden doch, wie sich die 1. Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Seesen-Wantage, Renate Pilarski, freute, im Rahmen der wechselseitigen Treffen zum dann zehnten Mal Gäste aus Wantage in Seesen erwartet.
Und denen nun steht ein in der Tat interessantes, abwechslungsreiches und überaus breit gefächertes Programm ins Haus – halt ein „Jubiläums-Programm“, das am Freitag, 27. Juli, gegen 17.30 Uhr mit der Ankunft in der Harzstadt und einem Empfang durch den Bürgermeister, Erik Homann, offiziell eingeläutet wird.
Am darauf folgenden Sonnabend, 28. Juli, ist in der Zeit von 12 Uhr bis 15 Uhr gemeinsam mit den Gasteltern ein musikalisches Picknick auf dem großen grünen Rund vor der historischen Kulisse des Städtischen Museums angesagt – mit Geigenmusik und natürlich einer willkommenen Gelegenheit zu einer Besichtigung der musealen Einrichtung.
Während Gäste und Gasteltern den Sonntag entweder frei gestalten, oder aber beim Heimatnachmittag des Harzklub-Zweigvereins Ildehausen Harzer Brauchtum hautnah erleben können, sind am Montag, 30. Juli, die „Fagus-Gropius“-Werke in Alfeld – im vergangenen Jahr erst in die Riege der UNESCO-Weltkulturerbe eingereiht – das Ziel einer Exkursion. Von dort aus geht es weiter zu einer Besichtigung der Einbecker Brauerei, in deren Verlauf eine Stippvisite im Urbockkeller der traditionsbewussten Bierbrauer nicht fehlen darf, und – nicht fehlen wird.
Eine Fahrt ins Mühlenmuseum in Gifhorn und ein Einkaufsbummel in Braunschweig schließen sich am Dienstag, 31. Juli, an. Nach einem Besuch des weltweit einzigartigen Internationalen Mühlenmuseums sowie einem Bummel über das rund 100000 Quadratmeter große Freigelände wird die „Löwenstadt“ Braunschweig angesteuert, in der die Gäste und deren Begleiter ausreichend Zeit zum Shoppen und Schauen haben.
„Mit der Brockenbahn auf Norddeutschlands höchsten Berg": so lautet das Motto am Mittwoch, 1. August. Von Wernigerode aus geht es zum Brockenplateau, und – nach einem knapp zweistündigen Aufenthalt in luftiger Höhe, in denen die Gäste aus Wantage ein wenig auf den Spuren Goethes wandeln können – zunächst zurück nach Königskrug zur großen „Windbeutelschlacht, und anschließend dann durch den sommerlichen Harz wieder gen Seesen.
Bleibt noch der Donnerstag „aufzulisten“. Ein Tag, an dem unter anderem eine Besichtigung der Firma Crown vorgesehen ist, an dem noch einmal Zeit zur freien Verfügung steht, und an dem mit der abendlichen Farewell-Party in den Räumen der „Lebenshilfe“ der Schlussstrich unter den mehrtägigen Aufenthalt gezogen wird. Denn am Freitagmorgen heißt es dann endgültig Abschied zu nehmen.
Übrigens. Zu den 34 Gästen, die am 27. Juli in Seesen ihre Visitenkarte abgeben, zählen nach den Worten von Renate Pilarski auch einige Mitglieder der „Wantage Air Cadets“. Sie verstehen sich als Teil einer nationalen Organisation, die von der Royal Air Force gesponsert und unterstützt wird, und die in Wantage stets rund 30 zumeist 13 bis 18-Jährige in den eigenen Reihen wissen.
Für sie nun sei, wie verlautete, ein leicht modifiziertes Programm ausgearbeitet worden, das am Dienstagabend beispielsweise ein Vergleichsschießen im Schützenhaus des Seesener Schützenvereins mit den Jugendlichen des SSV vorsieht.
Dass die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Seesen-Wantage die Beteiligung von Jugendlichen aus den Reihen der „Wantage Air Cadets“ an diesem Gegenbesuch besonders begrüßt, versteht sich von selbst, sieht sie darin doch einen weiteren erfolgversprechenden Schritt auf dem Wege, die Städtepartnerschaft ganz im Sinne ihrer „Väter“ vor allem durch die Begegnung von Jugendlichen aus beiden Städten mit Leben zu erfüllen.