Ganz nah an der Realität

Auf dem Off-Road-Gelände gab es mehrere wirklichkeitsgetreue Übungsszenarien von hoher Komplexität.
 
Sie nahmen an der größten Europäischen Fachmesse für Rettung und Mobilität teil.

Brandschützer aus dem Stadtbereich auf Weiterbildung in Fulda

An der größten Europäischen Fachmesse für Rettung und Mobilität „Der RETTmobil“ nahmen vor wenigen Tagen auch sieben Aktive der Feuerwehren Seesen und Rhüden sowie der Werksfeuerwehr Crown teil. Die Firma Holmatro, einer der führenden Hersteller von hydraulischen Rettungsgeräten weltweit, hatte während der Messe zum ersten Mal eine Veranstaltung zur Weiterbildung von Einsatzkräften angeboten. Die mit Spannung erwartete Deutschland-Premiere der „Holmatro Rescue Experience“ war ein voller Erfolg.
Die spektakuläre Veranstaltung auf dem Off-Road-Gelände der Messe bestand aus mehreren wirklichkeitsgetreuen Übungsszenarien von hoher Komplexität und umfasste verschiedene Rettungspraktiken.
Im Laufe des Tages wurden vier Teams herausgefordert, ihre Fähigkeiten in vier verschiedenen Rettungsszenarien zu zeigen. Jedes Team wurde am Einsatzort von professionellen Ausbildern der Firma Holmatro und der Feuerwehr Fulda unterstützt.
Nach der Einweisung in den Tagesablauf ging es mit dem ersten Szenario los. Hier musste eine eingeklemmte Person aus einem Auto befreit werden, der seitlich unter einen Lkw gefahren war. Wichtig hierbei war neben der Stabilisierung des Autos auch die des Lkw. Nachdem dies erfolgt war, wurden die Türen geöffnet und das Dach nach vorne weggeklappt.
Die Station zwei stellte eine ungewöhnliche Situation dar. Hier wurde ein eingestürztes Haus simuliert. Unter einer Betonplatte war eine Person eingeklemmt.
Erst musste erkundet werden, wie die Platte genau liegt. Danach wurde dann der Weg zum Anheben ausgewählt. Wichtig war hier auch wieder das Sichern der Platte gegen ungewollte Bewegungen. Danach konnte mit einem Betonbrecher das Entfernen selbst dicker Betonplatten ausprobiert werden.
An der dritten Station war ein Bus auf ein Auto gefahren. Um die im Auto befindliche Person retten zu können, musste der Bus erst stabilisiert und dann angehoben werden. Dies wurde mit einem speziellen Stütz- und Stabilisierungssystem gemacht. Der Wagen wurde ebenfalls unterbaut und mit Spanngurten gegen Bewegungen, die während des Anhebens des Busses möglich waren, gesichert.
Nachdem die Türen des Autos geöffnet waren, wurde das eingedrückte Dach wieder in die alte Lage gebracht. Hierzu wurde ein Rettungszylinder benutzt; das sogenannte „Crossramming“.
An Station vier war ein Fahrzeug einen Abhang heruntergefallen und lag nun in Seitenlage. Eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt. Nachdem die Geräte nach unten gebracht waren, konnte die Geräteablage aufgebaut werden. Dann ging es an die Befreiung der Person. Nachdem das Dach seitlich abgeklappt wurde, konnte sie mit dem Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet werden. Bei drei dieser Rettungsübungen wurde das von der Verkehrswacht Seesen, Langelsheim, Lutter zur Verfügung gestellte Rettungswerkzeug „ResQMe“ auf Herz und Nieren mehrfach getestet.
Dabei handelt es sich um Sicherheitshilfsmittel, welches als Schlüsselanhänger getragen werden kann. Dieses kleine Werkzeug erlaubt allen Menschen bei einem Unfall aus der sogenannten „Kfz-Falle“ zu entkommen. ResQMe wird als Schlüsselanhänger an den Autoschlüssel gehängt.
Es ist ein Clip integriert, der es erlaubt jederzeit das Rettungsmittel direkt vom Schlüsselbund abzuziehen. Durch das Abziehen ist auch der Gurtschneider sofort einsatzbereit.