Gefahrgutunfall auf der B243: 40-Tonner verliert Nickelmonoxid

Unter CSA Vollschutzanzügen sucht die Feuerwehr nach leckgeschlagenen Fässern.

Großaufgebot der Feuerwehren

Am gestrigen Donnerstagmittag gegen 12 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren aus mehreren Landkreisen zu einem Gefahrguteinsatz an die Bundestraße 243 kurz vor der Ausfahrt Münchehof. Am dortigen Parkplatz „Am Ziegenberg“ stand ein mit 88 Fässern Gefahrgut beladener 40-Tonner, der von England nach Aue unterwegs und einen Zwischenstopp einlegte. Dabei stellte der Fahrer fest, dass Gefahrgut austritt. Bei eigenen Versuchen den Stoff unter dem Lkw zu binden, kam er mit der Substanz in Kontakt. Vorsorglich wurde er vor Ort untersucht und ins Krankenhaus gefahren. „Leider können wir im Augenblick noch nicht Auskunft geben um welchen Stoff es sich genau handelt. Papiere und Fässer-Kennzeichnung weichen voneinander ab“, erklärte Einsatzleiter und Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky gegenüber dem „Beobachter“. Erst auf Umwegen über die Absender- und Empfängerfirma konnte geklärt werden, dass es sich um umweltgefährdenden Nickelmonoxid handelt. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus verschiedenen Landkreisen „belagerten“ das Gelände rund um den Parkplatz. Die Einsatzleitung startet sofort mit der Beschaffung der nötigen Stoffinformationen. Eile war geboten, denn es war zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt ob die Chemikalie weiter ausläuft. Die ersten CSA-Träger begannen unter Vollschutz mit den Erkundungsmaßnahmen am Gefahrgut-Lkw. Insbesondere die Lokalisierung der defekten Fässer erwies sich als Schweißtreibend. Die 88 Fässer sind auf Paletten zu je vier Fässern beladen. Laut Auskunft der Einsatzleitung sollen die leckgeschlagenen Fässer in Überfässer gepackt werden. Die B243 wurde vollständig für den Verkehr zwischen Seesen und Münchehof gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauerten gestern bis in den Abend an.