Gemeindefahrt zum Kirchweihfest in Rauna

Mitgliederversammlung der „Kirchlichen Lettlandhilfe“: Positiv-Bilanz gezogen. (Foto: Poerschke)
 
Brachte den "Bericht aus Rauna" ein: Pastor i.R. Kurt Hoppe. (Foto: Poerschke)

Mitgliederversammlung der „KirchlichenLettlandhilfe“ – Positiv-Bilanz gezogen

Nicht von ungefähr hatte der Vorsitzende der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, Pastor i.R. Kurt Hoppe, die jüngste Mitgliederversammlung mit der Jahreslosung 2012 aus dem 2. Korinther 12,9 „Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“ eingeläutet. Zwar wären es, wie Hoppe unterstrich, zumeist die starken, bedeutenden und bekannten Menschen, die große Dinge und Prozesse in Gang setzen und im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen würden; allein am Beispiel Rauna aber werde deutlich, dass „auch eine kleine Schar engagierter Christen Erstaunliches bewirken könne, wenn sie sich mit ihrer kleinen Kraft für die Alten, Alleinstehenden und Benachteiligten einsetzt“.
Und so ging er zum Auftakt seines Rückblicks denn auch zunächst einmal auf das derzeit aktuellste Projekt ein; mithin auf den Aus- und Umbau eines Teilbereichs des Gemeindehauses in Rauna zu einer Alten-Begegnungsstätte. Dieses Projekt nun würde, wie Hoppe gestützt auf brandneue Informationen aus der lettischen Partnergemeinde zu berichten wusste, so hervorragend im Zeitplan liegen, dass der offiziellen Einweihungsfeier am 1. Mai eigentlich nichts im Wege stehen dürfte – eine Feier, zu der unter anderem der Bischof als Ehrengast erwartet werde.
Anita Lubuze, die Vorsitzende der „Kirchlichen Stiftung“ in Rauna, hatte in diesem Zusammenhang ergänzend angemerkt, dass man parallel zu den laufenden Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen bereits dabei sei, die Weichen für die künftige Einrichtung der Alten-Begegnungsstätte zu stellen, und da im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Vollen schöpfen könne“. Ob Teppiche oder eine Musikanlage, ob Gardinen, Geschirr oder aber die in der Küche benötigten Haushaltswaren und -geräte: dank der Spendenbereitschaft der Bürger aus dem Raum Seesen herrsche daran kein Mangel. Und das – so hieß es – gelte auch schon für einen Teil der Möblierung; Kurt Hoppe: „Erst nach dem Abschluss der Um- und Ausbaumaßnahmen wird sich dann zeigen, wie und in welchem Umfang sich die Lettlandhilfe noch in die Möblierung der Begegnungsstätte einbringen kann“.
Übrigens: Ebenfalls rechtzeitig zum 1. Mai soll auch die neue Treppenanlage fertiggestellt sein. Da die Kosten dafür durch die EU-Förderung nicht abgedeckt sind, werde sich, wie im Rahmen der Zusammenkunft verlautete, der „Martin Luther-Verein“ maßgeblich an der Finanzierung beteiligen.

Ein Jubiläum der
besonderen Art

Nur kurz streifte Kurt Hoppe noch die überaus positive Entwicklung des kleinen Ladens im Gebäude der Post („Hier boomt derzeit insbesondere der Bereich Hausrat“), bevor er mit Blick auf die im vergangenen Jahr freigesetzten Aktivitäten von einem „Jubiläum der besonderen Art“ zu künden vermochte.
Das Bläserkonzert am 12. November, mit dem in der Seesener „St. Andreas“-Kirche der Propstei-Posaunenchor bekanntlich den vielen Spendern und Freunden der „Lettlandhilfe“ musikalisch gedankt hatte, war nämlich das insgesamt 50. Projekt in der langen Reihe von Einzel-Maßnahmen seit Gründung der „Lettlandhilfe“; was wiederum das Jahr 2011 betraf, so listete der Vorsitzende unter anderem die Teilnahme an einer Stiftungsratssitzung in Rauna im Februar, den Besuch einer lettischen Delegation in Seesen im April, den fünften Hilfstransport Ende Mai, das Diakonie-Seminar in Rauna im Juni, die Konzert-Reise des Propstei-Posaunenchores im August, den sechsten Hilfstransport Anfang November sowie das Bläserkonzert in „St. Andreas“ und den Besuch von Anita Lubuze und Irina Bite aus Rauna auf.

„Lettlandhilfe“ bei Einweihung präsent

Der Vorstand, die Mitglieder und die Freunde der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ blickten im Rahmen ihrer Zusammenkunft Ende vergangener Woche aber nicht nur zurück, sondern auch nach vorn; beschäftigten sich mithin mit den Planungen für das laufende Jahr 2012. So verständigte man sich grundsätzlich darauf, mit einer Delegation an der Einweihung der neuen Alten-Begegnungsstätte teilzunehmen; wird am Montag, 23. Juli, der Startschuss zu einer achttägigen Gemeindefahrt mit dem Ziel Rauna fallen. Neben einem abwechslungsreichen und breit gefächerten Ausflugsprogramm (unter anderem mit einer Exkursion nach Riga), dürfte die Teilnahme an dem für den 29. Juli terminierten Kirchweihfest aus Anlass des 750-jährigen Bestehens der Kirche zu Rauna einen Schwerpunkt bilden.
Noch keine endgültige Entscheidung wurde hinsichtlich einer weiteren Sammelaktion zugunsten der Partnergemeinde Rauna getroffen. Man wolle vielmehr abwarten, wie sich die Situation in Rauna nach den Wintermonaten darstellt, um – wenn denn erforderlich – gezielt und bedarfsadäquat vorgehen zu können.
Mit der Vorlage des Kassenberichts sowie dem Punkt „Verschiedenes/Anfragen“ wurde letztlich der Schlussstrich unter eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung gezogen.