Gertrud Wintel und Beatrix Reuter haben ein Herz für Tiere

Gertrud Wintel: Ein Geschenk für die SOSTierhilfe.
 
Beatrix Reuter unterstützt das Tierheim „Smeura“ in Rumänien.

Mutter und Tochter setzen sich für Tiere in Not ein und unterstützen die SOSTierhilfe und den Verein „Tierhilfe Hoffnung“

Seesen (hz). Eigentlich wissen wir gar nicht, wie gut wir es haben. Sicherlich könnte man sich über das eine oder andere Zipperlein beschweren, und manchmal läuft ein Tag einfach nicht so, wie man sich das wünscht. Aber spätestens, wenn es um die geliebten Vierbeiner geht, hört der Spaß auf. Auch wenn es uns nicht gut geht – „Bello“ und Co. soll es an nichts mangeln. Hier und dort ein Leckerchen, und wenn sich das Tier freut, ist die Welt in Ordnung.
Ganz und gar nicht in Ordnung ist die Welt aber für Tiere, und vor allem für Hunde, die in Rumänien leben. Das ist vielen gar nicht bewusst – zum Glück könnte man meinen, denn der Anblick von verwahrlosten Straßenhunden lässt schon so manchen Tierliebhaber verzweifeln. Gertrud Wintel und ihre Tochter Beatrix Reuter wollen dennoch nicht einfach wegschauen. Sie engagieren sich schon seit vielen Jahren und helfen, dass es Tieren in Deutschland und Rumänien ein Stückchen besser geht.
Für die SOS Tierhilfe ist Gertrud Wintel wohl ein echtes Geschenk. Sie nimmt Tiere bei sich auf, die in anderen Familien nicht mehr erwünscht sind und gibt ihnen ein Zuhause. Sie werden mit viel Hingabe aufgepäppelt und ärztlich versorgt, bevor sie wieder in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden. Um stets genügend Futter im Haus zu haben, ist Gertrud Wintel regelmäßig auf dem Seesener Flohmarkt vertreten. Hier bietet sie alles Brauchbare aus Haushaltsauflösungen und Spenden an, um von dem eingenommenen Geld Futter für ihre „Sorgenkinder“ kaufen zu können.
Dieses hilfsbereite Wesen hat wohl auch Tochter Beatrix Reuter geerbt. Sie hat ebenfalls einen Stand auf dem Flohmarkt und versucht, gut erhaltene Kleidung an die Menschen zu bringen. Das eingenommene Geld soll dann Tieren in Rumänien zugute kommen. Über den Verein „Tierhilfe Hoffnung“ werden Futter- und Sachspenden in das rumänische Tierheim „Smeura“ gebracht.
Die „Smeura“ befindet sich in einem Waldgebiet bei Pitesti, etwa 120 Kilometer von Bukarest entfernt. Das knapp fünf Hektar große Grundstück war früher eine Fuchsfarm, in der Zehntausende von Silber- und Rotfüchsen gezüchtet wurden und bis zu ihrem schlimmen Tod ein jämmerliches Leben führten. 2001, als die Fuchsfarm aufgegeben wurde, nutzte man die Smeura als städtisches Vernichtungslager für Straßenhunde. Als der Verein „Tierhilfe Hoffnung“ erfuhr, dass der Bürgermeister in kurzer Zeit über 4000 Hunde hatte umbringen lassen, übernahm das Rettungsprojekt für verfolgte rumänische Straßenhunde die Verantwortung für die „restlichen“ 2500 Hunde. Das Vernichtungslager wurde von den Tierschützern gepachtet und bietet nun über 3500 Straßenhunden Asyl.
Beatrix Reuter unterstützt die „Tierhilfe Hoffnung“ bereits seit einigen Jahren. Von Flohmarkt-Einnahmen kauft sie beispielsweise Hundefutter, welches über den Vereinssitz der „Tierhilfe Hoffnung“ in Tübingen nach Rumänien gebracht wird. Aber auch andere Dinge, wie Seife, Transportboxen, Werkzeug, Tiefkühltruhen oder Kleinmaterial wie Nägel, Dübel oder Schrauben werden für das Tierheim in Rumänien dringend benötigt.
Wer ebenfalls helfen möchte, kann sich bei Beatrix Reuter unter (05381) 492490 informieren oder alle weiteren Informationen im Internet unter www.tierhilfe-hoffnung.de finden.