Gesunde Ernährung anstatt Fastfood-Konsum

Schüler der 8. Klasse beim Zubereiten des Fingerfood-Buffets. (Foto: Moser)

Projekttag „Gesundheit“ für die 8. Klassen der Realschule Seesen

Seesen (mo). Mit verbundenen Augen stehen Schüler einer 8. Klasse nebeneinander und reichen Obst und Gemüse an ihren Nachbarn weiter, das sie von einer der Lehrerinnen bekommen haben. Gemeinsam wird gerätselt, welche Frucht sie in ihrer Hand halten.
Diese Station ist nur eine von vielen in einem Parcours, in dem die Schüler ihr Wissen über die alltägliche Ernährung erproben können: vom ultimativen Brottest (wie schmecken die verschiedenen Brotsorten) bis zum Fruchttest (Untersuchung von Säften, Nektar und Saftgetränken).
Am Dienstag und Donnerstag kochten zwei Klassen in den ersten drei Stunden unter der Leitung von Ursula Nentwich und Brigitte Müller von der Aktionsgemeinschaft „Gesunde Zähne“. Ziel ist die Herstellung eines Fingerfood-Buffets, das von allen Schülern am Ende des Schultages verzehrt wird. Hilfe erhielten die beiden Frauen durch einige Mütter aus der Cafeteria.
Ziel dieser Aktion ist, die Schüler auf bewusstes Essen aufmerksam zu machen. Bei selbst zubereiteten Speisen sind die Zutaten bekannt, was am Beispiel von gekauftem Eis deutlich wird: Rund 27 chemische Zutaten weist das gekaufte Eis auf, selbst hergestelltes lässt sich schon mit vier Zutaten herstellen, und das ganz ohne chemische Zusätze.
In demselben Zeitraum nahmen die Schüler der beiden anderen Klassen an einem der fünf Sportangebote teil. Grundtechniken des Judo zeigten Wilfried Kasten und Wolfgang Hasprich vom Judo-Club Goslar den Achtklässlern, Thomas Dietrich von der WT-Kampfkunstschule gewährte einen Einblick in die asiatische Kampfkunst „WingTsun“.
Die Leitung eines „Step-Aerobic“-Kurses als auch eine Einführung in die Nutzung des Flexi-Bar zur Stärkung der Tiefenmuskulatur übernahm Bianca Pförtner-Fröhlich vom MTV Seesen.
In Acky's Fitnesscenter besteht für die Schüler die Möglichkeit, entweder an der Trendsportart „Spinning“ teilzunehmen, oder die Fitnessgeräte zum Krafttraining zu nutzen.
Nach drei Stunden wurde getauscht; die Köche wurden zu Sportlern, und die Sportler stellten ihre Kochkünste unter Beweis. Am Ende des Schultages waren sich alle einig: Es war eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag und hat besonders den Schülern Spaß gemacht.