Glaubwürdigkeit steht im Fokus

Prozess gegen Masseur wird heute fortgesetzt

Vor gut einem Jahr wurde ein Physiotherapeut, der fast 15 Jahre in den Asklepios Kliniken Schildautal als Masseur und medizinischer Bademeister tätig war, vom Seesener Schöffengericht wegen „sexueller Nötigung und sexuellen Missbrauchs“ zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft warf dem gebürtigen Einbecker vor, zwei Frauen während der vereinbarten Behandlungen zu sexuellen Handlungen genötigt zu haben (der „Beobachter“ berichtete). Der Beschuldigte, der die Vorwürfe von Beginn an als haltlos zurückwies, muss sich derzeit vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Zum Auftakt der Gerichtsverhandlung in der Lö­wenstadt beteuerte der Einbecker nochmals seine Unschuld.
Der Prozess in Braunschweig, der ursprünglich lediglich über sechs Verhandlungstage bis zum 6. Dezember 2011 angesetzt worden war, avanciert nun aber offensichtlich zur unendlichen Geschichte.
Zuletzt stand die Glaubwürdigkeit der beiden Nebenklägerinnen im Fokus. Am vergangenen Montag bescheinigte ein Gutachter einer der beiden Frauen ein „Höchstmaß“ an Glaubwürdigkeit.
Ob auch mit Blick auf die zweite Zeugin eine Glaubwürdigkeitsexpertise zu erstellen ist, dürfte sich den „Beobachter“-Informationen zufolge vermutlich in der heutigen Verhandlung, die für 11.30 Uhr angesetzt wurde, entscheiden. Die weiteren Termine sind bereits festgelegt worden: 29. Februar (9 Uhr), 7. März (9 Uhr) und 21. März (9 Uhr).