Gräber, Geologie und die Geheimnisse eines Korallenriffs

Das HöhlenErlebnisZentrum nahe Bad Grund ist das Ziel der Seesener Museumsfreunde.

„Freundeskreis Städtisches Museum“ lädt zu einer Halbtagsfahrt ins HöhlenErlebnisZentrum ein

Bis zum Nachmittag des 10. Juli 2008 sprach man – wie schon in den vielen Jahren und Jahrzehnten zuvor – ganz offiziell noch von der „Iberger Tropfsteinhöhle“, wenn die Rede auf jenes rund 370 Millionen Jahre alte Korallenriff aus dem Devon kam, das sowohl durch natürlich entstandene Höhlen als auch dank intensiver bergbaulicher Aktivitäten den Vergleich mit einem löchrigen „Schweizer Käse“ nicht zu scheuen braucht.
Zu abendlicher Stunde aber, und dann im Rahmen eines Festaktes, zu dessen Auftakt gleich mehrere hundert Gäste in den Norden Bad Grunds geeilt waren, wurde aus der „Iberger Tropfsteinhöhle“ das HöhlenErlebnisZentrum „Iberger Tropfsteinhöhle“ – begann das Wort vom „neuen Leuchtturm im Harz“ rasch die Runde zu machen. Und das ganz offensichtlich zu Recht, zählt die museale Einrichtung doch seither mit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Harz.
Hinter dem Erfolgsrezept verbirgt sich dabei ein „Dreiklang der besonderen Art“. So ist das „Museum am Berg“ der ältesten Familie der Welt, den bronzezeitlichen Toten aus der „Lichtensteinhöhle“ unweit von Osterode, gewidmet; rückt das „Museum im Berg“ den Iberg als besagtes Korallenriff in der Südsee in ein geheimnisvolles Licht; erlebt der Besucher schließlich in der „Iberger Tropfsteinhöhle“ die Faszination der Untertagewelt und der Höhlenentstehung.
Funde und sensationelle Forschungsergebnisse aus der „Lichtensteinhöhle“, die vor fast 3000 Jahren das Grab eines Familienclans bildete, und deren bronzezeitliche Ruhestätte als originalgetreuer Höhlennachbau zu sehen ist; ein neu in den Fels gesprengter, 160 Meter langer Hohlraum, in dem die Erdgeschichte, die Geologie und Mineralogie des Ibergs hautnah vermittelt werden; und schließlich die „Iberger Tropfsteinhöhle“, die seit 1874 zu den berühmten Schauhöhlen im Harz gehört, und deren seltene Entstehungsgeschichte und Verknüpfung mit dem Bergbau sie europaweit einzigartig machen – eine Exkursion ist da fast schon überfällig.

Und so steht dieser „Dreiklang der besonderen Art“ denn auch nunmehr im Mittelpunkt einer Halbtagsfahrt, zu dem der „Freundeskreis Städtisches Museum“ einlädt. Terminiert für den Freitag kommender Woche, 14. September, erfolgt die Abfahrt um 13 Uhr am Städtischen Museum, an dem zunächst Fahrgemeinschaften gebildet werden. Der Eintrittspreis beläuft sich übrigens auf acht Euro pro Person einschließlich einer Führung durch die „Iberger Tropfsteinhöhle“. Vorgesehen ist ferner eine nachmittägliche Kaffeepause. Anmeldungen werden ab sofort unter Telefon (05381) 48891 (Städtisches Museum) entgegengenommen.