Grafikausstellung im Städtischen Museum

Vorfreude auf die Vernissage schon beim Hängen der Ausstellung: Margarete Nußbaum (links) und Marianne Wadsack bringen eine Grafik von Malte Sartorius „ins Lot“.

Vernissage mit Prof. Malte Sartorius am morgigen Mittwoch

Das Ausstellungsprogramm des Städtischen Museums Seesen verspricht große Kunst in kleinen Formaten: Malte Sartorius, emeritierter Professor für „Freie Grafik“ an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, zeigt Druckgrafiken. Stilleben und Landschaften werden präsentiert unter dem Obertitel „Die Schärfe der Bilder“.
Für das Seesener Museum ist es in der Tat ein großes Ereignis, nach mehreren Jahren wieder an die Tradition der Grafikausstellungen anknüpfen zu können.
Professor Malte Sartorius ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Grafiker in der deutschen Kunstszene. Der gebürtige Ostpreuße landete nach dem Krieg in Göttingen. Seine künstlerischen Interessen zogen ihn schon zu Gymnasialzeiten per Autostopp bis nach Spanien. Früh schon wird seine große künstlerische Begabung erkannt. Er studiert zwischen 1954 und 1959 an der Kunstakademie in Stuttgart und wird 1963 an die SHfBK (Staatliche Hochschule für Bildende Künste) in Braunschweig berufen, wo er ab 1966 die neu eingerichtete Klasse für Freie Grafik übernimmt.
Sartorius’ Bilder bestechen durch große Handwerklichkeit, Bilder, die sich – trotz der grafischen Lineaturen – dem Eindruck von Fotografien nähern können, dabei gleichzeitig alle Facetten des technischen Arbeitens mit der „scharfen“ Radiernadel ausspielen. Entscheidungsprozesse im Schaffen des Künstlers sind – Bild für Bild – für den Kunstbetrachter nachvollziehbar, so er sich auf den spannenden Meditationsvorgang einlässt.
Professor Sartorius hat versprochen, dem Vernissage-Publikum im Museum die spannenden Produktionsschritte einer Radierung zu erläutern. Vorher wird Dr. Joachim Frassl in die Ausstellung einführen.
Die Ausstellung wird am morgigen Mittwoch, 18. Januar, um 18.30 Uhr in den Räumen des Städtischen Museums durch Bürgermeister Erik Homann eröffnet werden. Die Grafiken sind danach noch bis zum 18. April im Museum zu sehen.