Grausamer Doppelmord von Bodenfelde: Täter Jan O. legt Geständnis ab

Die Ermittler sind stolz auf den schnellen Fahndungserfolg.

Motiv: "Sexuelle Absichten" – Opfer zufällig ausgewählt

In dem Ermittlungsverfahren wegen der Morde in Bodenfelde hat der Beschuldigte Jan O. (26) heute ein Geständnis abgelegt. Das teilt soeben die Staatsanwaltschaft Göttingen in einer offiziellen Verlautbarung mit. Darin heißt es: Jan O. hat die Taten vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Northeim in vollem Umfang eingeräumt und dazu ausgesagt, die Tat habe er begangen, nachdem er das Mädchen am 15. November zwischen 19 Uhr und 20 Uhr zufällig in unmittelbarer Tatortnähe getroffen habe. Er habe sie mit Gewalt – auch mittels Würgens – zum Tatort gebracht. Dort habe er auf ihren Kopf eingeschlagen und mit einem spitzen Gegenstand auf sie eingewirkt. Den Jungen habe er am 20. November nach 20 Uhr ebenfalls zufällig im Tatortbereich angetroffen. Er habe sich entdeckt gefühlt und auch den Jungen festgehalten und in Richtung des späteren Tatortes gebracht. Dort will er den Jungen durch Einwirkung mit scharfer Gewalt gegen den Hals getötet haben. Als Motiv zur Tötung des Mädchens hat der Beschuldigte angegeben, er habe sexuelle Absichten gehabt. Das Mädchen habe sich gewehrt. Er habe sein Schreien verhindern wollen. Weitere Einzelheiten können zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden. Der Beschuldigte wird im Übrigen belastet durch ein bereits jetzt vorliegendes DNA-Ergebnis: Nach den Untersuchungen des Landeskriminalamtes Niedersachsen stammt eine Blutanhaftung an einem Bekleidungsstück des Beschuldigten von dem 13-jährigen Jungen.