Große Unterstützung für Elternhaus und KIMBU

Spendenübergabe in Göttingen für das Elternhaus und für KIMBU mit Nils-Daniel Vogt (links), Dieter Brinkmann (3. von rechts) und Sigrun Traupe (rechts) vom Herrenabend-Orga-Team sowie Elternhilfe-Vorsitzende Susanne Schulze-Konopka.Kimbu-Geschäftsführerin Kerstin Mollenhauer, Kimbu-Vorsitzende Bärbel Matthies und Elternhilfe- und Kimbu-Vorstand Otfried Gericke (von links).

Spenden in Höhe von 30.000 Euro aus Erlösen des Herrenabends 2016 in Göttingen übergeben

Einmal im Jahr haben die beiden Göttinger Vereine „Elternhilfe für das krebskranke Kind“ und „KIMBU – Häusliche Kinderkrankenpflege“ besonderen Anlass zur Freude:

Mitglieder des „Herrenabends“ überbringen als Erlös der diesjährigen Aktion die stolze Summe von 30.000 Euro.
Seit 25 Jahren treffen sich Anfang März auf „Traupes Tenne“ in Harriehausen auf Einladung eines Organisationsteams rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem geselligen Abend. Die Teilnehmer werden vorab aufgefordert, eine Spende für den guten Zweck zu leisten. Es gehört zur Tradition des Abends, dass ein Ehrengast eingeladen wird, um einen Vortrag aus seinem Berufsfeld zu halten. In früheren Jahren war dies ein führender Politiker aus der Landesregierung wie Sigmar Gabriel oder Christian Wulf.
Seit einigen Jahren wird ein prominenter Wirtschaftsführer aus Niedersachsen eingeladen. So haben in der Vergangenheit Dirk Rossmann, Martin Kind und Achim Lidsba, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, interessante Einblicke in ihr wirtschaftliches und soziales Engagement gegeben.
In diesem Jahr konnte das Organisationsteam Paolo Dell‘ Antonio, Sprecher des Vorstandes der Mast Jägermeister SE, für den Herrenabend gewinnen. „Wir wollen mit diesem Abend“, so Dieter Brinkmann als Sprecher des Organisationsteams, „möglichst viele Spenden für das Elternhaus und KIMBU zusammenbringen, damit beide Einrichtungen ihre segensreiche Arbeit fortsetzen können. Auch aus unserer Region wohnen immer wieder Eltern während des stationären Aufenthaltes ihres Kindes im Elternhaus. Auch sind wir KIMBU dankbar, dass die Kinder nach dem Krankenhausaufenthalt von den KIMBU-Pflegekräften zu Hause versorgt werden.“
Als Vertreter des Organisationskomitees haben Sigrun Traupe, Nils-Daniel Vogt und Dieter Brinkmann die Spendensumme über 30.000,00 Euro zu gleichen Teilen den beiden Einrichtungen übergeben.
Die „Elternhilfe“ wird das Geld neben den laufenden Kosten für das Elternhaus in diesem Jahr speziell für die Nachsorge einsetzen. So ist für ehemals an Krebs erkrankte Jugendliche und ihre Geschwister eine Berlinfahrt geplant. KIMBU wird die Spenden für die Versorgung der Kinder im weiteren Umfeld von Göttingen verwenden. Insbesondere die längeren Versorgungszeiten bei den schwerstkranken Kindern, die Anleitung der Eltern und die langen Anfahrten werden von den Kostenträgern nicht vollständig vergütet. Ohne die Bereitschaft, bis 80 Kilometer um Göttingen zu fahren, würden die Kinder ansonsten nicht versorgt, da es in diesem Umkreis keinen spezialisierten Kinderkrankenpflegedienst gibt.
Nils-Daniel Vogt vom Herrenabend-Team erklärte: „Damit diese Hilfe, die den betroffenen Kindern und Eltern durch diese beiden Vereine zuteil wird, auch zukünftig gewährleistet werden kann, haben wir uns dieser Spendentradition verschrieben.“
Als Vertreter der beiden Vereine bedankte sich das Vorstandsmitglied Otfried Gericke für die großartige Unterstützung: „Seit 25 Jahren hat der Herrenabend entscheidend dazu beigetragen, schwerkranken Kindern und ihren Familien das Leben ein wenig zu erleichtern. Wir sind den Organisatoren und allen Spendern, die über einen so langen Zeitraum uns die Treue gehalten haben, unendlich dankbar.“

Info: KIMBU Häusliche Kinderkrankenpflege
KIMBU (Abkürzung für Kinderambulanz) ist ein häuslicher Pflegedienst, der ausschließlich schwerkranke Kinder und Jugendlichen in einem Umkreis von 90 km um Göttingen versorgt. Im Jahre 1998 auf Initiative der „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“, Kinderkrankenschwestern und Ärzten gegründet, ist KIMBU inzwischen zu einem Unternehmen mit über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herangewachsen. Durch die Versorgung zu Hause können die Kinder früher aus dem Krankenhaus entlassen werden oder der Krankenhausaufenthalt kann sogar verhindert werden. Durchschnittlich versorgt KIMBU bis zu 40 Patienten monatlich, Tendenz steigend. Die Erkrankungen der Kinder sind sehr vielschichtig, neurologische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schwerstmehrfachbehinderungen, Frühgeborene, onkologische Erkrankungen. Bei den onkologisch erkrankten Kindern (z.B. Leukämie) fährt KIMBU in den Therapiepausen zur Versorgung zu ihnen nach Hause. So müssen sie nicht so häufig zu den Kontrollen in die Kinderklinik nach Göttingen fahren, sondern können sich zu Hause von den Nebenwirkungen der Chemotherapie erholen.