Großeltern werden älter und bleiben dabei jünger

Beim Hausfrauenbund stand das Thema „Großeltern und Enkelkinder“ im Blickpunkt / Termine bekanntgegeben

In der vergangenen Woche fand die jüngste Monatsversammlung des Seesener Hausfrauenbundes im Altenzentrum St. Vitus statt. Die 1. Vorsitzende Sigrid Ahlswede eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den Mitgliedern und Gästen auch den Referenten des Nachmittags, Diplom-Psychologe Jörg Eikmann, der über das Thema „Großeltern und Enkel“ berichtet.
Sigrid Ahlswede erinnerte zudem an den Vortrag im September von Frau Nentwich über das Thema Demenz. Die Beschreibung der Krankheit hat wohl jeden Teilnehmer nachdenklich gestimmt. Die Kaffeefahrt nach Hahnenklee durch den Harz war nett und der Kuchen im Hotel Berghof war sehr lecker.
Vom 14. bis 17. Oktober geht es in den Thüringer Wald nach Ziegenrück. Am 7. November ist eine Fahrt nach Hannover ins Küchenmuseum mit Führung und anschließendem Kaffeetrinken im Schlosscafe angesagt. Die Abfahrt für diese Fahrt ist um 11.15 Uhr ab Hochhaus, 11.20 Uhr ab St. Vitus, 11.25 Uhr ab Waisenhausstr. und ab 11.30 Uhr ab Bahnhof. Für diese Fahrt kann man sich bei Frau Ahlswede, Telefon (05381) 2801 oder Elfi Simon, Telefon (05381) 5112 anmelden.
Gekegelt wird wieder am 11. und 25. Oktober, der Handarbeitskreis trifft sich am 18. Oktober. Beide Veranstaltungen beginnen um 15 Uhr im Altenzentrum St. Vitus.
Jörg Eikmann, der Referent des Nachmittags, berichtet dann über das Thema „Großeltern. Was hat die Familie von ihnen, was haben die Großeltern von den Enkeln?“ Früher, so berichtete Eikmann, waren die Großeltern zumeist altmodische, rückständige Menschen. Durch die heutigen Lebensumstände würden die Menschen älter werden und gleichzeitig länger jung bleiben. Viele Großeltern ermöglichen ihren Kindern die Berufstätigkeit, weil sie die Enkelkinder betreuen.
Im Durchschnitt sind es 47 Stunden monatlich, die die ältere Generation für die junge da ist. Es profitieren beide davon, die Enkel sind versorgt und die Großeltern (überwiegend Omas) bleiben länger fit. Das Gehirn wird angeregt, weil die Kinder viele Fragen stellen, mit Oma und Opa spielen und toben wollen. Die Konzentration und Geistesgegenwart wird verstärkt. Die Großeltern haben mehr Zeit und Geduld mit den Kleinen als die Eltern und sind ausgeglichener. Früher hatten die Leute viele Kinder, da konnte man in der Geschwisterrunde Geborgenheit finden. Heute sind oft Oma oder Opa aufmerksame Zuhörer für Probleme und um das Herz auszuschütten.
Es werden Geheimnisse anvertraut, die natürlich nicht den Eltern erzählt werden dürfen. Die Großeltern sollen schweigen, nicht die Erziehungskompetenzen in Frage stellen. Enkelkinder tun einfach gut, sie erhalten die Großeltern jung. Es sei toll, Enkelkinder zu haben, auch wenn sie größer sind und eigene Wege gehen. Zum Abschluss trug Jörg Eikmann noch ein lustiges Gedicht von der Großmutter vor.
Die Teilnehmer der Fahrt nach Ziegenrück setzten sich nach Beendigung zu einer letzten Besprechung zusammen. Das nächste Treffen findet am 1. November statt. Dann berichtet, Elke Ahlswede-Klasen über die Lebensunterschiede in Deutschland und Frankreich.