Großer Andrang beim Osterfeuer auf dem Sonnenberg

Die Plätze direkt am Osterfeuer waren kuschelig warm und entsprechend sehr begehrt.

Wie jedes Jahr wurden die österlichen Festivitäten am Samstagabend durch die traditionellen Osterfeuer eingeläutet. Trotz matschigem Gelände strömten wieder zahlreiche Besucher am Samstagabend zum Osterfeuer auf dem Sonnenberg. Gegen 20 Uhr entzündete die Jugendfeuerwehr das Osterfeuer.

Es ist schon eine Tradition der Jugendfeuerwehr Seesen am Samstag vor Ostern den Winter, mit einem großen Osterfeuer auf dem Sonnenberg zu verabschieden. Dieses Jahr war wieder eine Delegation der Kinderfeuerwehr Seesen dabei. Das Wetter spielte mit und der Haufen von Strauch- und Baumschnitt war größer als im Vorjahr, damit waren die wichtigsten Rahmenbedingungen geschaffen um ein tolles „Osterfeuer-Fest“ zu feiern.

Das Osterfeuer hat eine lange Tradition: Es ist ein Brauch aus vergangenen Zeiten um den Winter zu verbannen. Die Osterfeuer stehen für das Licht der Sonne, die den Winter vertreiben - und den Frühling einläuten sollen. Bereits vor Einbruch der Dämmerung herrschte tolle Osterfeuer-Stimmung. Viele Familien waren bereits frühzeitig vor Ort um das Entzünden des Feuers miterleben zu können. Nach guter alter Sitte richtet die Jugendfeuerwehr aus Seesen mit Hilfe der aktiven Kameraden, das Osterfeuer auf dem Sonnenberg aus. Zum vierten Mal in Folge zündete die Jugendfeuerwehr, unter Aufsicht der Aktiven, das Feuer selbst an. Vorweg wurde die Zeremonie von einem Fackelzug der Kinder- und Jugendfeuerwehr angeführt. Seit vielen Jahren organisieren die Warte und Betreuer der Jugendfeuerwehr einen kleinen Fackelzug zur Feuerstelle um die Arbeit der „jungen Organisatoren“ zu würdigen.

Mit heißen Getränken und gegrillten Würstchen ließ es sich trotz der winterlichen Temperaturen auf dem Sonnenberg gut aushalten. Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse sorgte sich als Grillmeister um das leibliche Wohl. Das Team der „Aktiven“ hinter der Theke baute wie jedes Jahr eine ordentliche Löschstrecke auf, die ganz im Interesse der Besucher, für Kühlung am heißen Feuer sorgte. Und wem dennoch kalt wurde, konnte sich mit einem Gläschen Glühwein aufwärmen.

Während Jugendfeuerwehrwart Christoph Sachse an der Seite seines Vaters am Grill seinen Platz fand, blieb seinem Stellvertreter Michael Müller Zeit für ein Resümee: „Die Jugendfeuerwehr wird mit dem Geld unterstützt, welches wir mit dem Osterfeuer erwirtschaften. Auch die Spenden für Strauch- und Baumschnitt sind ein wichtiger Bestandteil bei der Finanzierung der Jugendarbeit. Aus diesem Grund freuen wir uns jedes Jahr aufs Neue, wenn wir das Osterfeuer auf dem Sonnenberg ausrichten dürfen“, betont Michael Müller gegenüber dem „Beobachter“. Für die Feuerwehr ist das Osterfeuer auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit, daher freuten sich die Verantwortlichen umso mehr, dass ihre Veranstaltung auf dem Sonnenberg so gut angenommen wurde. „Wir alle haben sehr viel Zeit in die Vorbereitungen gesteckt und wenn es dann so gut angenommen wird, sind wir vollsten Zufrieden“, erklärt Michael Müller abschließend.