Grundschüler klappern kräftig für Kinder-Kultur-Projekte

100 Euro extra für die Spendendose: Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a der Jahnschule bei der Ardagh Group; links: Betriebsratsvorsitzender Torsten Tomczak, daneben Werkleiter Ulrich Hartmann. (Foto: Knoblich)

Klasse 2a der Jahnschule stößt bei Besuch der Ardagh Group in Seesen auf großzügige Mitarbeiter

Seesen (kno). Wenn die Verwaltungsmitarbeiter der Ardagh Group in Seesen (früher Impress beziehungsweise Schmalbach) bereitwillig ihr Portemonnaie zücken, dann müssen da wohl besonders charmante Sammler am Werk sein. In diesem Fall handelte es sich um ein junges Sextett. Chiara Messina, Sofie Kühn, Neele Krummacker, Alexander Willeke, Andreas Maiwald und Samuel Beck sind Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a der Grundschule an der Jahnstraße. Stellvertretend für ihre Klassenkameraden und begleitet von den Elternvertreterinnen Gaby Messina und Inga Kühn, waren sie auf Spendensammeltour – wie übrigens alle Klassen der Jahnschule von Jahrgang 1 bis 4.
Das hatte natürlich seinen Grund. Im Rahmen der Seesener Veranstaltungsreihe "Kultur in Dosen" wurden bekanntlich überall im Stadtgebiet Spendendosen verteilt. Da der Besuch der "Kultur in Dosen"-Veranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos ist, werden sie im Gegenzug um einen Obolus gebeten. Das so gesammelte Geld soll voll und ganz und direkt den Seesener Grundschulen für deren Kinder-Kultur-Projekte zugute kommen.
In der Jahnschule hat jede Klasse für eine Spendendose die Patenschaft übernommen. Für die Klasse 2a war die Ardagh Group an der Braunschweiger Straße eines der ersten Ziele – und ein überaus lohnenswertes dazu. Nicht nur die bereits erwähnten Mitarbeiter zeigten sich spendenfreudig, sondern auch das Unternehmen selbst. Nach dem Motto: "Es darf nicht nur klappern, sondern auch rascheln", machte Werkleiter Ulrich Hartmann noch einmal extra sage und schreibe 100 Euro locker.
Damit war der Besuch bei der Ardagh Group aber nicht vorbei. Die Mitarbeiter hatten nämlich noch ein Fühlspiel vorbereitet. Allein anhand des Tastsinns mussten die Kinder beim Griff in einen großen Blecheimer Locher, Zollstock oder Schraube erkennen. Nach getaner Arbeit gab's auch kleine Präsente und eine "süße" Belohnung. Reich beschenkt und um einige Euro "reicher" ging's dann wieder zurück zur Jahnschule.
Wie gesagt: Das Geld ist in vollem Umfang für Projekte in den Grundschulen vorgesehen. Bei den Grundschulen Jahnstraße und Münchehof beispielsweise würde man gern einmal einen echten Schriftsteller beziehungsweise eine Schriftstellerin einladen und erfahren, wie ein Buch entsteht – von der ersten Idee bis zum fertigen Buch. Die Grundschule Rhüden wiederum plant einen Workshop mit Sängern der Wiener Kinderoper, während die Grundschule Am Schildberg ein Musiktheater für Kinder mit klassischer Live-Musik im Blick hat. Damit dürften die Spendengelder hervorragend angelegt sein.