Gute Vorsätze und Wünsche

(Foto: Hinz)
 
Klaus Berghöfer (rechts)

Beobachter-Umfrage: Was Politiker und Wirtschaftsmenschen sich für 2016 erhoffen

Gute Vorsätze gehören zum Neujahr wie Raketen und Bleigießen. Daher hat auch die Mehrheit der Deutschen große Pläne für den Jahreswechsel: Etwa sechs von zehn Deutschen möchten 2016 gesünder leben, aber auch Umweltschutz und soziales Engagement stehen bei vielen Bundesbürgern auf der Liste der Vorhaben.

Jeder Vierte plant, durch seinen Konsum positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt zu nehmen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung einer Bank von 1.000 Deutschen zu ihren guten Vorsätzen.
Für 85 Prozent der Deutschen soll im neuen Jahr 2016 einiges besser werden: Sie wollen sich sozial engagieren, etwas für sich oder die Umwelt tun. Auf dem ersten Platz der Vorhaben: die Gesundheit verbessern. 58 Prozent der Deutschen planen beispielsweise, mehr Sport zu treiben oder auf eine gesunde Ernährung zu achten. Jeder Dritte (32 Prozent) möchte sich mehr der Familie und Freunden widmen. Doch noch mehr: Viele Menschen wollen im neuen Jahr nicht nur das eigene Leben ändern, sondern auch einen gesellschaftlichen Wert stiften, wie eine deutschlandweite Befragung ergeben hat.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass ein Großteil der Menschen langfristig Nutzen stiften und Einfluss auf verschiedene gesellschaftliche Aspekte nehmen möchte. Beispielsweise möchte fast jeder Vierte (23 Prozent) durch bewussteren Konsum Einfluss nehmen.
Der Beobachter hat zum Jahresbeginn einige „prominente” Bürger der Stadt nach ihren Wünschen und guten Vorsätzen für 2016 befragt. Bürgermeister Erik Homann berichtete, dass er sich wünsche, dass die Integration von Flüchtlingen in Seesen gelingt und eine gelungene Weiterführung der bereits durchgeführten Stadtsanierung das Ziel sei. Privat wünscht er sich, dass sein im Frühjahr bevorstehender Umzug ins neue Eigenheim reibungslos vonstatten geht.
Als guten Vorsatz hat sich Homann vorgenommen, Kritik erst einmal wirken zu lassen. „Das nehme ich mir eigentlich immer wieder vor”, so der Verwaltungschef gegenüber unserer Zeitung. Außerdem haben er und seine Familie persönliche Wünsche und Ziele formuliert und diese in Briefen aufgeschrieben. Am Sivestertag sollen die Briefe dann geöffnet werden, und es wird geschaut, weche Ziele erricht wurden und welche Wünsche sich erfüllt haben.
Heinz-Dieter Trager, Centermanager des Seesener Markthauses, möchte sich im neuen Jahr mehr bewegen. Er nimmt sich vor, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen, egal bei welchem Wetter. Für das neue Jahr wünscht Trager sich neben Gesundheit für all seine Lieben vor allem, dass das Markthaus auch in Zukunft bestehen und die Vielfalt des Hauses erhalten bleibt.
Klar: Sein Wunsch für das Jahr 2016 dreht sich vor allem um die Parksituation im Parkhaus am Markthaus. Zur Zeit stehen von 390 Parkplätzen nur 190 zur Verfügung, dies könne problematisch werden im Hinblick auf die Dauer der Maßnahmen im Rahmen der Innenstadtsanierung, so Trager.
Auch Klaus Berghöfer, Inhaber des EDEKA Center in Seesen, wünscht sich, seiner Familie und allen anderen Menschen ebenfalls viel Gesundheit im neuen Jahr. „Außerdem möchte ich noch viele schöne Tage mit meiner wunderbaren Frau verbringen können”, erzählt er. Seine guten Vorsätze drehen sich ebenfalls rund ums Thema Sport. Ein paar Pfunde verlieren, das ist der gute Vorsatz des Geschäftsmanns für dieses Jahr. „Diesen Vorsatz hatte ich zwar schon im letzten Jahr gefasst, aber das macht ja nichts”, fügte er belustigt hinzu.
„Das höchste Gut ist die Gesundheit und genau das wünsche ich meiner Familie, mir selbst und allen anderen Menschen die mich begleiten,” antwortet Andrea Melone, Fraktionsvorsitzende der SPD Seesen, auf die Frage was sie sich für das nächste Jahr wünsche. Aber auch Erfolg und Glück würden ihr Freude bereiten. „Im neuen Jahr möchte ich mehr Sport machen, bewusster leben und auch bei der Lebensmittelauswahl genauer hinschauen,“ erklärt Andrea Melone ihren guten Vorsatz für das Jahr 2016.
CDU Landtagsabgeordneter Rudolf Götz wünscht sich persönlich auch Gesundheit und nimmt sich ebenfalls vor mehr Sport zu treiben.
Mit Blick auf seine politischen Wünsche dreht sich alles um das Thema Flüchtlinge. „Ich hoffe, dass wir das Thema in diesem Jahr weiterhin beherrschen werden. Mein Wunsch ist es aber auch, dass die Parteien mehr Mut fassen um Entscheidungen zu treffen.“