Hanna Kopischke will gestalten, nicht nur verwalten

SPD-Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke stellte den Seesener Sozialdemokraten ihr Wahlprogramm vor. (Foto: Kiehne)

SPD-Bürgermeisterkandidatin stellt Eckpunkte ihres Wahlprogramms vor

Berufsschulleiterin Hanna Kopischke ist die sozialdemokratische Antwort auf den Bürgermeisterkandidaten der CDU, Erik Homann, und will als Bürgermeisterin gestalten und das Amt nicht nur verwalten. So überschreibt die zweifache Mutter, die seit 1975 Seesenerin ist, ihr Wahlprogramm, das sie am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung des Seesener SPD-Ortsvereins im „Ratskeller“ vorstellte.

Von Maximilian Strache

Seesen. Ihr Grundprinzip ist es dabei, die Bürger bei allen Entscheidungen mit einzubinden und ihnen die Gelegenheit zu geben, sich umfassend zu informieren. Kopischke begreift den Austausch mit Bürgern als gelebte Demokratie.
Als besonders wichtig stuft die studierte Betriebswirtschaftlerin drei Bereiche ein. Und zwar „Wirtschaft und Arbeit“, „Bildung und Ausbildung“ sowie die „Unterstützung und den Ausbau des Ehrenamtes“.
Kopischke ist der Auffassung, dass sich Seesen nur dauerhaft positiv entwickeln kann, wenn für die Bevölkerung genügend Arbeitsplätze vorhanden sind. Deshalb will sie sich als Bürgermeisterin vor allem den Bedürfnissen der Groß-, Mittel- und Kleinbetriebe widmen. Um die Kommunikation mit den Betrieben zu stärken sollen regelmäßige Treffen organisiert werden. Ein erstes informelles Treffen ist für den 10. März geplant. Auch Gesprächsforen wie die Wirtschaftsgespräche der Stadt will Kopischke dafür nutzen, feste Kommunikationsstrukturen zu etablieren. Durch die Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige will die Bürgermeisterkandidatin den demografischen Wandel abmildern, der nach ihrer Aussage, die gesamte Harzregion lähmt.
Weiter spricht die Berufsschulleiterin von ihren guten Kontakten auf Landes- und Bundesebene, die sie einsetzen möchte, um alle Fördermöglichkeiten, die sich aus EU-, Bundes- und Landestöpfen ergeben, für Seesen konsequent auszuschöpfen. Mit der Bildung von Expertenzirkeln möchte sie zudem die Wirtschaftsförderung effektiver gestalten.
Der Bereich Bildung und Ausbildung liegt der Lehrerin Kopischke besonders am Herzen. Als Bürgermeisterin will sie die Betreuungs- und Bildungsangebote im vorschulischen Bereich bedarfsgerecht ausbauen und die Grundschulen weiterhin optimal ausstatten. Bildung ist in dem Programm der sozialdemokratischen Kandidaten der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg in der Region. Kopischke sagt in diesem Zusammenhang, dass Betriebsansiedlungen beispielsweise nur gelingen können, wenn auch in Zukunft alle Schulabschlüsse in Seesen erreicht werden können.
Schulische Arbeit muss nach den Vorstellungen der SPD-Politikerin durch Chancengleichheit geprägt sein. Der Idee einer verlängerten gemeinsamen Beschulung der Kinder der Sekundarstufe I sichert sie ihre Unterstützung zu.
Der Stärkung des Ehrenamtes in den Bereichen Sport und Kultur räumt die Oberstudiendirektorin ebenfalls einen hohen Stellenwert in ihrem Programm ein. Initiativen, die sich um kranke und alte Bürger kümmern oder den Kindern finanzschwacher Familien die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, bietet Kopischke ihre Hilfe an. In diesem Zusammenhang schlägt die Sozialdemokratin in ihrem Wahlprogramm einen Bogen über die Feuerwehren, die kulturellen und sozialen Einrichtungen der Stadt und der Ortsteile.
Als weitere Handlungsfelder nennt die Betriebswirtschaftlerin „Gesundheit und soziale Sicherheit“, „Umweltschutz“, „Moderne Verwaltung“ und „solide Finanzpolitik“.
Der Gesundheitsstandort Seesen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Der Erhalt und Ausbau spielt in den Plänen der SPD-Bürgermeisterkandidatin eine große Rolle. Überdies ist die Fortsetzung der soliden Finanzpolitik für Hanna Kopischke, laut eigener Aussage, eine Selbstverständlichkeit.
Alle Pläne, die dem Wahlprogramm zugrunde liegen, will Hanna Kopischke im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, nach erfolgreichem Bürgervotum umsetzen. Das versprach sie den Mitgliedern der SPD im „Ratskeller“.