Harz-Ausflug und Berlin-Fahrt auf Stundenplan

Verstehen sich prächtig: die Seesener Realschüler mit ihren Austauschpartnern und den Lehrkräften.

Schüler aus Hirsingue zu Gast / Gegenbesuch im Elsass schon in gut drei Wochen

„Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“ Diese Worte werden dem berühmten deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt zugeschrieben. Und da ist etwas Wahres dran.

Das Kennenlernen eines anderes Landes und seiner Kultur, seiner Sprache und Besonderheiten sowie der Kontakt mit seinen Menschen ist wohl der beste Weg, sich vorurteilsfrei ein eigenes Bild machen zu können. Und weil man damit gar nicht früh genug anfangen kann, haben sich die Schüleraustauschprogramme an den Schulen in den letzten Jahrzehnten fest etabliert. Auch bei der Realschule Seesen gehört der Schüleraustausch mit der französischen Gemeinde Hirsingue, im Elsässischen gelegen, schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil eines Schuljahres. Gerne nutzen die jungen Menschen dabei die Gelegenheit, ihre interkulturelle Kompetenz zu schulen, die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern und selbstständiger zu werden.
Am vergangenen Freitag nun wurden die Franzosen im Schulzentrum Seesen von ihren Austauschpartnern freudig begrüßt und mit in die jeweilige Gastfamilie aufgenommen. Und in den Familien wurde auch das zurückliegende Wochenende verbracht. „Das scheint bestens geklappt zu haben“, meinte gestern Morgen beim Fototermin Realschulrektorin Annegret Tuchtfeld. „Alle Beteiligten machten einen zufriedenen Eindruck und waren bester Laune“.
Das dürfte auch in den kommenden Tagen so bleiben, denn das von den deutschen Gastgebern ausgearbeitete Programm kann sich wirklich sehen lassen. Dazu gehört natürlich auch wieder eine Erkundung Seesen in Form einer Rallye. Doch der Reihe nach: Gestern konnten die Schülerinnen und Schüler nach der Begrüßung durch die Schulleiterin im Unterricht erste Eindrücke vom deutschen Schulsystem sammeln. Nach dem Essen in der Mensa stand am Nachmittag gemeinsamer Sportunterricht auf dem Stundenplan.
Am heutigen Dienstag steht ein ganztägiger Ausflug nach Wolfsburg mit Besuch der Experimentierlandschaft „Phaeno“ auf dem Programm. Morgen wird es dann wohl schwere Beine geben. Es geht nämlich nach Berlin. Die Bundeshauptstadt wird man im Rahmen einer Stadtführung näher kennenlernen. Es wird dann aber auch noch genügend Zeit bleiben, um das Großstadtleben auf eigene Faust zu erkunden.
Der Donnerstag steht ganz im Zeichen eines Tagesausflugs in den Harz, wobei in der Kreisstadt Goslar eine Stadtführung angesagt ist. Zum Abschluss des Austauschprogramms findet am Donnerstagabend ein gemeinsames Essen der Franzosen mit ihren Gastfamilien in der Mensa der Realschule statt, bevor am folgenden Morgen Abschied genommen wird. Das Programm wird in diesem Jahr übrigens von den französischen Lehrern Jean Marbach und Annick Clauss sowie von Seesener Seite von Annegret Tuchtfeld und Französischlehrerin Jutta Hoffmann organisiert und begleitet.
Allzu großer Abschiedsschmerz muss aber nicht aufkommen. Bereits für den 14. bis 21. März wurde der Gegenbesuch in Hirsingue terminiert. Dann werden die Realschüler das Elsass kennenlernen, und es werden wohl auch wieder Abstecher in die schönen Städte Colmar oder Straßburg angesagt sein.