„Harzwichtel“ machen Brücke wieder flott

Dank des Einsatzes der "Harzwichtel" ist die Hausschildbrücke nun wieder passierbar. Foto: Knoblich

Neues Fundament gegossen und Bauwerk verlängert

Sie machen regelmäßig nicht nur rund um die Neckelnberghütte „klar Schiff“, sondern sind auch sonst stets zur Stelle, wenn es darum geht, die Ärmel hochzukrempeln und wichtige Reparaturarbeiten ehrenamtlich und im Dienste der Allgemeinheit zu leisten. Die Rede ist natürlich von den „Harzwichteln“; jener Truppe aus den Reihen des Harzklub-Zweigvereins Seesen, die in jüngster Zeit mehr als nur einmal ein ganz bestimmtes Ziel im Auge hatte.

Ein Arbeitseinsatz etwas größeren Ausmaßes wurde vor dem Hintergrund des Hochwassers im späten Frühjahr dieses Jahres nötig. Die durch anhaltenden Starkregen anfallenden Wassermassen hatten die sonst mehr oder weniger zahme Schildau seinerzeit zu einem buchstäblich reißenden Strom werden lassen. Das hatte an einigen Stellen im Stadtgebiet Folgen. Die zwischen Ortsausgang Seesen und Neckelnberg an der L 516 gelegene Hausschildbrücke beispielsweise wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen. Große Teile der Uferbegrenzung wurden auf einer Breite von bis zu zwei Metern einfach mitgerissen - und damit auch Teile des Brückenfundaments; ein Stützpfeiler wurde unterspült. An eine sichere Nutzung durch Wanderer war dementsprechend nicht mehr zu denken. Die Brücke wurde gesperrt.
Jetzt aber ist das Bauwerk dank des Engagements der fleißigen „Harzwichtel“ wieder passierbar, können die Tränkebachhütte oder die Ruine der Hausschildburg also von hier aus wieder angesteuert werden. In etwa 100 Stunden Eigenleistung hatten die „Männer für alle Fälle“ die Brücke einfach um drei Meter verlängert und ein neues Fundament gegossen. Jetzt muss nur noch ein Bagger anrücken, um den Flusslauf in diesem Bereich zu regulieren. So ist man zumindest in diesem Bereich für zukünftige Unwetter besser gerüstet.