Hausfrauenbund:Eine Reise voller Superlative

Knapp 40 Mitglieder und Gäste des Seesener Hausfrauenbundes nahmen an der beeindruckenden Reise nach Tirol teil.

Auf der längsten Autobahn Deutschlands zum längsten Fluss in den Alpen und in die höchste Bierbrauerei

Seesen (AW). Die A7 gilt als die längste Autobahn Deutschlands. Sie beginnt an dem deutsch-dänischen Grenzübergang und reicht bis zur österreichischen Grenze. Die Reisegruppe des Hausfrauenbundes führte es bei ihrem jüngsten Ausflug aber noch weit über die österreichische Grenze hinaus bis nach Lermoos in Tirol.
Der erste Ausflug ging vorbei an dem Heiterwanger See und an der nun zur Ruine verfallenen Ehrenburg oberhalb von Reutte, bevor es weiter aufwärts ins Lechtal ging. Der Lech ist wohl der längste Fluss in den Alpen, dessen Lauf in voller Breite und praktisch im Urzustand erhalten ist. Im Namloser Tal wurde in Rinnen die höchstgelegene Bierbrauerei in Österreich besichtigt – und natürlich wurde der Gerstensaft auch verköstigt.
Auf dem Starnberger See wurde die Reisegruppe von einem Schiff erwartet. Es war ein Genuss, auf dem Wasser dahinzugleiten und die beiden Seeufer zu beobachten. Die Fahrt endete schließlich in Tutzing, von wo man zum nicht weit entfernten Kloster Andechs fuhr. Wie eine Insel ragt der Berg aus dem umgebenden Land. Die über 40 Mitreisenden kehrten nach einer ausgiebigen Besichtigung in einem Restaurant ein um nach Herzenslust Schweinebraten, Schweinshaxen, Brezeln und Bier zu verzehren.
In dem bekannten Festspielort Oberammergau gab es für die Seesener eine Führung in dem 4000 Plätze bietenden Passionstheater, in dem alle zehn Jahre die Passionsspiele nur von Oberammergauer Mitbürgern gespielt werden. Die Requisitenkammern standen offen und es gab viele Bilder von den Laien-Schauspielern zu sehen.
Interessant war auch der Besuch des Heimatmuseums, das der Geschichte der Passionsspiele großen Raum gewidmet hat. In der Nähe von Oberammergau liegt das Kloster Ettal, so war lag es auf der Hand, dass die Seesener Reisegruppe auch einen Blick in die Klosterkirche warf. Bei einer Führung erfuhren die Teilnehmer einiges über die Geschichte der Kirche. Als kleine Zugabe wurde die Gruppe in die Sakristei eingeladen, um dort noch etwas mehr von dem Leben im Kloster zu erfahren und vor allem die Schränke mit den Intarsienarbeiten zu bestaunen.
Der Höhepunkt dieser ohnehin schon beeindruckenden Reise war wohl die Fahrt zur Zugspitze. Nur wenige Kilometer mit dem Bus waren nötig, um zur Talstation Ehrwald der österreichischen Zugspitz Kabinenbahn zu kommen. In den großen Kabinen ist für maximal 100 Personen Platz – zum Glück musste dieser nicht komplett genutzt werden. Nach nur zehn Minuten waren die 1725 Meter Höhenunterschied überwunden. Von der Bergstation konnte man auf verschiedene Ebenen der Zugspitz Bebauung mit einem Aufzug gelangen. Von der Panorama Terrasse in 2962 Metern Höhe hatte man einen guten Blick auf die Berge, deren Namen man von Tafeln ablesen konnte. Für die Mitglieder des Seesener Hausfrauenbundes war es ein erhabenes Gefühl, von einer solchen Höhe auf die Welt schauen zu können.
Einige Mitreisende verbrachten den Tag auf der Ehrwald Alm, die auch mit einer Kabinenbahn erreicht wurde. Der letzte Tag vor der Heimfahrt war Garmisch-Partenkirchen und dem Riessersee gewidmet, teils organisiert, teils zur freien Verfügung.
Es war eine erlebnisreiche Woche. Fast immer bei schönem Wetter, im Hotel verwöhnt und mit vielen neuen Eindrücken ging es dann Richtung Heimat. Schon jetzt können sich die Mitglieder und Gäste des Hausfrauenbundes auf 2013 freuen, wenn es heißt: Auf nach Rügen!