Haushalt verabschiedet

Pressefoto von der Tagung im Kirchenzentrum. Am Präsentationspult: Christian Sue.

Habemus papam! Habemus pecuniam? Keine Finanzkrise in der Propstei in Sicht

Während in Rom die Menschen auf dem Petersplatz ihrem neuen Oberhaupt Franziskus I. zujubelten, nachdem nach aufsteigendem weißen Rauch aus dem Konklave das markige „Habemus Papam!“ zu hören war, beschäftigte sich zeitgleich die Propstei-Synode der Propstei Seesen mit einer eher weltlichen Materie unter dem Thema „Habemus pecuniam?“ – zu Deutsch: Haben wir für unsere künftige Arbeit auch genügend Geld?
Am vergangenen Mittwoch begannen die turnusmäßigen Haushaltsberatungen durchaus mit einem geistlichen Akzent. Propst Thomas Gleicher hatte die Synodalen/-innen zu einer Andacht in die St. Andreas-Kirche in Seesen eingeladen. In seiner Ansprache hob er auf die zentralen Inhalte der Passions- und Osterzeit ab. Kreuz und Auferstehung, so der Propst, seien auch heute noch wirkmächtig für diejenigen, die die biblischen Berichte nicht nur aus historischer Sicht betrachten. Vielmehr gelte es, sie als Quelle der Kraft, die von außen kommt, zu verstehen. Propstei-Kantor Andreas Pasemann griff das Thema in seinem Orgelspiel sensibel auf.
Im Anschluss daran begann dann die Tagung der Synode im Kirchenzentrum. Die erst jüngst neukonstituierte Synode hatte die nicht ganz leichte Aufgabe, einen Haushalt aus dem Vollzugsjahr 2012 abzustimmen, den sie aufgrund der geltenden Wahlgesetze eigentlich nicht zu verantworten hatte, da er von der vorherigen Synode aufgestellt worden war. Dies entspricht gängiger kirchlicher Praxis in Wahljahren. Dank der wiederum hervorragenden Präsentation und Vorbereitung der Entscheidungsgrundlagen durch den Mitarbeiter der Buchungsstelle Goslar, Christian Sue aus Seesen, gab es keinen Diskussionsbedarf und der Abschluss des Rechnungsjahres wurde einstimmig vollzogen. Dazu gehörte auch die Entlastung der Anweisungsberechtigten und des gesamten Propstei-Vorstandes. Zuvor hatte Kassenrevisor Helmut Schwabe den Bericht über die Kassenprüfung vorgelegt.
Alsdann standen die Etatberatungen für das Jahr 2013 auf der Agenda. Werden die Finanzmittel reichen, um die anstehenden Aufgaben auch weiterhin schultern zu können? Bekanntlich sorgt die demographische Entwicklung im Vorharz für recht düstere Prognosen, nicht zuletzt in pekuniärer Hinsicht. Christian Sue aber konnte auch hier einen großen Teil der Sorgen nehmen. Zwar werde das vom Landeskirchenamt zugewiesene Grundbudget nach neuesten Berechnungen bis zum Jahre 2017 noch etwas sinken, aber dank der äußerst akribischen Haushaltsüberwachung durch den Propsteivorstand und die sehr sparsame Verwendung der anvertrauten Gelder durch die zahlreichen Mitarbeitenden in der Propstei werde daraus keine Finanzkrise entstehen. Auch hier erfolgte der Beschluss einstimmig.
Dadurch wird die Propstei Seesen auch in den kommenden Jahren durchaus handlungsfähig bleiben und die zahlreichen Aufgaben verantwortungsvoll erledigen können. Dazu zählen neben der musikalischen Arbeit auch die Handlungsfelder der Klinikseelsorge, der Kinder- und Jugendarbeit und nicht zuletzt auch der Zuwendung zu den Jüngsten in den fünf kirchlichen Kindergärten in der Propstei.
Abschließend gab der Propst nach straffem Tagungsverlauf noch seinen aktuellen Bericht über das Leben in der Propstei ab. Darin würdigte er die zahlreichen Veranstaltungen während des vergangenen Jahres. Besonderen Akzent legte er dabei auf die Arbeit der Stiftung „Kirche in unserer Zeit“. Diese habe ihre Rücklagen rechtzeitig in die sicheren Hände der Landeskirche gelegt und sei dadurch vor den fatalen Folgen griechischer Risiko-Papieren verschont geblieben.
Der Propst wies in diesem Zusammenhang noch auf das nächste Stifter-Fest hin. Es findet statt am 5. April im Seesener Kirchenzentrum. Als Festredner wird der Präsident des DLG, Claus-Albrecht Bartmer, zum Thema „Moderne Landwirtschaft im Lichte christlicher Ethik“ sprechen. Zu diesem sicherlich sehr spannenden Abend sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Anmeldung erfolgt über das Propstei-Büro.