Heimatverein Ildehausen auf Besichtigungstour am Harzhorn

Die Teilnehmer der Harzhorn-Exkursion. (Foto: bo)

Römisch-germanischen Schlachtfeldes stand im Blickpunkt des Interesses

Ildehausen (bo). Im Rahmen seiner regelmäßig stattfindenden geschichtsträchtigen Exkursionen und Vorträge hatte der Heimatverein zu einem Besuch des in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden römisch-germanischen Schlachtfeldes am Harzhorn eingeladen.
Dass ein großes Interesse an diesem vor etwa zwei Jahren entdeckten Schlachtfeld vorhanden war, belegt die gute Beteiligung dieses Ausfluges. So konnte sich der 1. Vorsitzende, Dieter Kruse, über 35 Teilnehmer aus Vereinsmitgliedern und Gästen freuen.
Am Zielort angekommen, wurde die Besuchergruppe von den beiden ausgebildeten „Harzhorn-Guides“ F. Meinecke und F. Schrader in Empfang genommen und zu den einzelnen Ausgrabungs- und Fundstellen geführt. An diesen Originalschauplätzen vermittelten sie ein sehr anschauliches Bild von den Ereignissen des kriegerischen Aufeinandertreffens der römischen und germanischen Kampfverbände um 235 nach Christus.
Auf viele Fragen wie zum Beispiel: „Wie sahen die Waffen der Germanen und Römer jener Zeit aus?“ „Warum wählten die Germanen den Höhenzug am Harzhorn als Kampfort aus?“ „Woranließ sich erkennen, wann das Gefecht stattgefunden haben muss?“ „Wer war der Sieger dieser Schlacht?“ „Wie viel verwertbare Funde wurden bis heute gemacht und gehen die Ausgrabungen weiter?“
Auf all diese Fragen wurde von den beiden Führerinnen umfangreich und kompetent, mit entsprechendem Anschauungsmaterial und Nachbildungen, Auskunft gegeben. Nach diesem fast zweistündigen Rundgang am Harzhorn fuhr die Ildehäuser Besuchergruppe nach Harriehausen in das Landgasthaus Kulp, um sich bei Kaffee und Kuchen einen einstündigen Film über „Roms vergessenen Feldzug“ anzusehen. Dieser Film vermittelte noch einmal einen Gesamteindruck über das Geschehen an diesem Ort in unserer Nähe.
Diese Schlacht am Harzhorn dürfte neben der Varusschlacht eine weitere große Schlacht der Römer in Germanien gewesen sein.
Durch den Fund zweier Hobbyarchäologen aufmerksam geworden, ist es der Archäologie damit gelungen, ein geschichtliches Ereignis zu entdecken, das in den historischen Quellen bis dahin offenbar kaum Berücksichtigung gefunden hat.