Heimatverein Münchehof genießt Südtiroler Naturschönheiten

Die Teilnehmer der Südtriol-Reise. Foto: Pedroß (Foto: Pedroß)

Acht erlebnisreiche Tage verbracht / Ausflüge und Besichtigungen

Münchehof (Pe). Fünf der sieben Kultur- und Erlebnisreisen, die der Heimatverein Münchehof e. V. in seiner 25-jährigen Geschichte unternommen hat, führten nach Südtirol, das einst als Land zwischen den Bergen bezeichnet wurde. Auch bei seiner jetzt durchgeführten achttägigen Reise zeigte sich Südtirol von seiner allerbesten Seite. Frühsommerlich warme Temperaturen und fast durchweg strahlend blauer Himmel vor dem Hintergrund der zum Teil noch schneebedeckten Berge verschönerten den Aufenthalt der 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Heimatvereins, der nun schon – wie erwähnt – zum fünften Mal dieses an Naturschönheiten und Kulturdenkmälern kaum zu überbietende Land besuchte. Diese großartigen Rahmenbedingen sowie die sehr interessanten und reizvollen Unternehmungen in die Welt zwischen Gletschern und Weinbergen trugen an diesen acht Tagen dazu bei, dass die Teilnehmer noch lange an diese schöne Reise zurückdenken werden.
Schon während der Anreise kam rechte Urlaubsstimmung auf, die im Allgäu mit den in der Ferne schneebedeckten Gipfeln oder etwa nach Überqueren des Brennerpasses mit Blick auf Schlern und Rosengarten ihren ersten Höhepunkt erlebte. In Schenna, dem bekannten Erholungsort im Meraner Land, wurde dann Quartier bezogen. Am ersten Tag stand die individuelle Erkundung des Ortes mit seinem schönen Schloss und dem Kirchhügel sowie für die meisten ein erster Ausflug nach Meran auf dem Programm. Die wunderschöne Aussicht über das Meraner Land und zu den in der Ferne leuchtenden schneebedeckten Bergen des nahen Ortlergebietes, die man nahezu überall in Schenna genießen kann, machten bereits diesen Tag zu einem echten Erlebnis. Mit dem ersten Ausflug zum Gardasee mit Zwischenstopps in Malcesine und Garda sowie einem Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs Costermano, auf dem über 20.000 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhe fanden, wurde der kulturelle Teil der Exkursion eröffnet. Am zweiten Tag stand dann die Landeshauptstadt Bozen auf dem Programm. Begleitet vom ehemaligen Vizepräsidenten, Robert Kaserer, erfolgte zunächst ein Besuch des Südtiroler Landtages. Vom Präsidiumsmitglied Maria Magdalena Hochgruber Kuenzer (SVP) und Robert Kaserer erfuhren die Besucher vom Harz viel über die geschichtliche, wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung Südtirols.
Anschließend besuchte die Gruppe dann das Archäologiemuseums mit dem Mann aus dem Eis, der in der Welt als „Ötzi“ hohen Bekanntheitsgrad erlangte. Den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages bildete dann eine lustige Weinprobe in einer privaten Kellerei in Eppan. Am nächsten Tag ging es hoch hinaus. Durch den Vinschgau führte die Fahrt zunächst nach Laas, dem bekannten Marmordorf, aus dem es einst viele Fachleute zum Kalkwerk und Winterberg nach Münchehof und Bad Grund zog. Nach dem Besuch des Friedhofs, dessen Gräber fast ausschließlich mit kunstvoll gestalteten Marmorgrabmalen ausgestattet sind, und der St.-Johannes-Kirche mit der aus dem 12. Jahrhundert entstandenen Apsis ging es dann weiter zum Reschenstausee mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm und anschließend in das romantische Langtauferer Tal, das am Fuße der Weißkugel, mit 3.739 Metern der zweithöchste Berg der Ötztaler Alpen, endet.
Danach erfolgte eine Besichtigung des im 12. Jahrhundert erbauten und noch heute bestehenden Benedektinerklosters Marienberg. Dem Konvent gehören zurzeit 14 Mönche an. In der wunderschönen Klosterkirche feierte die Gruppe einen gemeinsamen Gottesdienst unter Leitung von Diakon Wolfgang Heider. Vor der Rückreise nach Schenna stand dann noch ein Besuch der Stadt Glurns auf der Agenda. Der sechste Reisetag stand dann ganz im Zeichen von Schloss Tirol. Eine ausführliche Führung unter professioneller Begleitung vermittelte allen Teilnehmern einen umfassenden geschichtlichen Einblick in dieses für die Tiroler so bedeutsame Schloss. Danach unternahm ein Teil der Gruppe eine anspruchsvolle Wanderung am Fuße des Hirzer und der andere Teil besuchte das Andreas-Hofer-Museum in St. Leonhard im Passeiertal. Natürlich kamen auch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten nicht zu kurz. Viele unternahmen an dem Tag, der zur freien Verfügung eingeplant war, Wanderungen entlang der Jahrhunderte alten Waalwege oder erkundeten die nahe Kur- und Traubenstadt Meran. Die Abende standen ganz im Zeichen Tiroler Köstlichkeiten, wobei natürlich der Südtiroler Wein nicht fehlen durfte. Erfreulich, dass fast an jedem Abend Konzerte, so unter anderem ein Auftritt des weltberühmten Montanara Chores aus Cortina d'Ampezzo, für musikalische Abwechslung sorgten. Voller neuer Eindrücke und schöner gemeinsamer Erlebnisse kehrte die nach eigenem Bekunden sehr harmonische Reisegruppe bei ebenso schönem Wetter wie beim gesamten Reiseverlauf wieder in ihre Harzer Heimat zurück.