Heinz-Dieter Trager versus „Buschtrommel“

Immer Ärger mit dem Parkhaus. Nun fühlt sich Heinz-Dieter Trager von der Berichterstattung in der „Buschtrommel“ vom Sonnabend auf den Schlips getreten und macht seinem Ärger Luft.

Markthaus-Center-Manager Heinz-Dieter Trager bezeichnet Berichterstattung als falsch

Bezugnehmend auf die Berichterstattung über die Parksituation im Parkhaus des Seesener Markthauses in der „Buschtrommel“ vom Sonnabend, 8. November, äußert sich Center-Manager Heinz-Dieter Trager in einem Leserbrief. Einleitend zu diesem Schreiben geht Trager höchst despektierlich auf die sonnabendliche Berichterstattung ein, und wirft Beobachter-Redaktionsleiter Ulrich Kiehne gar eine „falsche, unverschämte, diskriminierende und persönlich beleidigende“ Darstellung vor. Darüber hinaus vertritt Heinz-Dieter Trager die Auffassung, dass mit dieser Veröffentlichung der Begriff des freien Journalismus und der fairen Berichterstattung „im wahrsten Sinne des Wortes und anscheinend absichtlich mit Füßen getreten wurde“.

In der Folge drucken wir (die Redaktion des „Beobachter“) den kompletten Wortlaut des Leserbriefes ab. Die einleitenden Worte, die hier nun schon ausführlich dargestellt wurden, sparen wir angesichts der Tatsache aus, dass Heinz-Dieter Trager aus unserer Sicht an dieser Stelle den Weg einer sachgerichteten und fairen Auseinandersetzung, die er für sich selber reklamiert, verlassen hat.
Seit Demontage der früheren Schrankenanlage wurde das Parkhaus in ein „öffentliches Parkhaus“ umgewandelt und die Politessen der Stadt Seesen haben dort täglich kontrolliert und bei Nichteinhaltung der gegebenen Vorschriften – Überschreiten der zweistündigen Parkzeit oder Nichtauslegen der Parkscheibe – ein sogenanntes „Knöllchen“ verteilt. Niemand hat sich darüber aufgeregt, und jeder hat anstandslos bezahlt.
Nach Schließung (aus statischen Gründen) der größten Teile des Parkhauses und teilweisen Änderung der Forderung bezüglich der Straßenverkehrsordnung wurde das Parkhaus mit seinen noch bestehenden Parkflächen am 1. Juli 2014 in ein „privates Parkhaus“ umgewandelt, wobei bezüglich der Vorschriften und Anordnungen – nämlich Auslegen der Parkscheibe und kostenfreie zweistündige Parkzeit – keinerlei Änderungen vorgenommen wurden.
Der bestehende Mietvertrag mit dem Eigentümer des Lebensmitteldiscounters Marktkauf sagt aus, dass für den Betreiber des Marktkaufs ständig 180 Parkplätze vorgehalten werden müssen. Da zurzeit nur 176 Parkplätze tatsächlich noch nutzbar sind, haben die Verantwortlichen des Marktkaufs gefordert, dass tägliche Kontrollen durchzuführen sind, damit gewährleistet ist, dass die Vorschriften der Parkzeit eingehalten werden, weil dies im Sinne einer kundenorientierten Parkraumbewirtschaftung für erforderlich gehalten wird.
In einem privat ausgewiesenen Parkhaus gilt daher folgende Rechtslage: Mit der Benutzung eines privaten Parkhauses hat der Fahrer des Fahrzeuges stillschweigend mit dem Betreiber einen Vertrag geschlossen und sich bereiterklärt, die Parkscheibe ordnungsgemäß auszulegen und nicht länger als zwei Stunden zu parken. Auf diese Vertragsvorschriften wird bei der Einfahrt durch entsprechende Schilder hingewiesen und gleichzeitig angezeigt, welche Vertragsstrafe erhoben wird, wenn diese Vorschriften nicht eingehalten werden.
Hier also vom Berichterstatter zu formulieren: „Hier kam Trager auf die Idee, die unberechtigten Dauerparker mit einem „Privatknöllchen“ zu bestrafen “ ist also falsch, persönlich beleidigend und schlicht unverschämt. Hier wird absichtlich der Eindruck erweckt, als würden wir uns die Strafgelder persönlich in die Tasche stecken. Tatsache ist jedoch, dass alle eingezahlten sogenannten Strafgelder nach Abzug der entstandenen Kosten (zum Beispiel Halterfeststellung, Porto und so weiter) an unsere Verwaltungsfirma abgeführt werden müssen und auch tatsächlich abgeführt werden.
Aufgrund der vorgenannten Punkte sind wir als Verwalter des Markthauses gezwungen, tägliche Kontrollen – jeweils mit zwei Personen – durchzuführen. Das kostet uns Zeit, zusätzliche erhebliche Mehrarbeit, macht absolut keinen Spaß und bringt uns jede Menge Ärger, den wir nicht zu verantworten haben. Aber auch wir haben nun mal die Pflicht, Anordnungen des Eigentümers und der Mieter des Hauses strikt und ohne Einschränkung zu befolgen.
Im Übrigen sei hier noch der Hinweis erlaubt, dass bei Nichtbefolgung der Anordnungen – Parkscheibe auslegen, Parken über zwei Stunden – eine sogenannte Vertragsstrafe erhoben wird, die innerhalb einer gesetzten Frist zu begleichen ist. Sollte dieser Betrag nicht gezahlt werden, werden weitere Ermittlungen der „Feststellung des Fahrers“ (Halterfeststellung) kostenpflichtig durchgeführt und die Forderungen notfalls im Zuge des Mahnverfahrens gerichtlich geltend gemacht. Einfach anzugeben: „ich bin nicht gefahren“ hilft in den meisten Fällen nicht, denn a) ist dies nachprüfbar zu beweisen und b) hat der Eigentümer des Fahrzeuges tatkräftig bei der Ermittlung des wirklichen Fahrers mitzuwirken.
Um sich erhebliche Mehrausgaben für Gerichts- und Anwaltskosten zu ersparen, tut man gut daran, sein fehlerhaftes Verhalten einzugestehen. und die festgesetzte Strafe in Höhe von 10 Euro – wie früher das „Knöllchen“ bei der Stadt – zu zahlen.
Wir wünschen uns für das Markthaus Seesen weiterhin eine faire Berichterstattung ohne persönliche Angriffe und hoffen genauso wie alle Bürger unserer Stadt, dass das Parkhaus in naher Zukunft wieder voll zur Verfügung steht.