Heute Protestaktion „5 vor 12“

Auch das Jacobson-Gymnasium beteiligt sich am Vormittag

Das Kollegium des Jacobson-Gymnasiums beteiligt sich am heutigen Donnerstag an der landesweit stattfindenden Protestaktion „5 vor 12“, zu der die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft gemeinsam mit dem Philologenverband aufgerufen hat.

Die Kolleginnen und Kollegen des Jacobson-Gymnasiums sind nach eigenen Angaben nach wie vor „erschüttert“, dass die Landesregierung an ihrem Vorhaben festhält, ab August die wöchentliche Unterrichtsstundenzahl zu erhöhen und die älteren Kolleginnen und Kollegen nicht mehr wie bisher zu entlasten.
Das gehe völlig an der Realität im Schulalltag vorbei und wirke wie eine Ohrfeige für jahrelangen Einsatz für viele Schülergenerationen, das wirke wie Gift für weiteres, über den Unterricht hinausgehendes Engagement, wovon Schule schließlich doch lebe. Ein Blick auf die Internetpräsenzen vieler Gymnasien zeige deutlich, dass Schule vom Engagement, vom Herzblut jeder einzelnen Kollegin und jedes einzelnen Kollegen lebt. Deren Motivation gelte es zu erhalten.
„Wir sind von Haus aus motiviert, unsere Motivation muss lediglich erhalten bleiben. Sie darf nicht vernichtet werden. Es ist doch wirklich schwer vermittelbar: Kolleginnen und Kollegen sollen mehr arbeiten bei gleich bleibendem Lohn? Kaum eine Kollegin oder ein Kollege verfügt über zu viel Freizeit. Eher im Gegenteil: Viele Lehrerinnen und Lehrer verstehen ihre Tätigkeit als Berufung und können kaum noch abschalten – da sie aber auch voll bis oben mit Arbeit gefüllt sind, die schlicht und ergreifend erledigt werden muss“, heißt es in einer Mitteilung gegenüber dem „Beobachter“.
Im Lichte der aktuell stattfindenden Proteste und Warnstreiks der Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes der Kommunen klinge das Vorhaben, Gymnasiallehrer mehr Unterrichtsverpflichtung abzuverlangen und aus guten Gründen systemisch angelegte Ermäßigungsstunden im Alter zu streichen, wie Hohn. Es sei einfach nur frustrierend und stellt für viele Kolleginnen und Kollegen das Gegenteil von Wertschätzung ihrer Arbeit dar, was aus vielen Gesprächen ersichtlich wird. Deshalb beteiligt sich das Kollegium des JGS an der Aktion „5 vor 12“. In der ersten großen Pause, von 9.25 bis 9.45 Uhr versammelt sich die Schulgemeinde auf der Freitreppe „Agora“ und will der Landesregierung die rote Karte zeigen. Unterricht werde selbstverständlich nicht ausfallen.