Hilfsbereitschaft der Seesener ist ungebrochen

 

Ende November startet der vierte Transport der Lettlandhilfe nach Rauna

„Irgendwann kam der Punkt, von dem an es einfach nicht länger mehr möglich war, die Pakete und Kleidersäcke zu zählen“: Mit diesen wenigen Worten machte der 1. Vorsitzende der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, Pastor i. R. Kurt Hoppe, deutlich, dass „auch die jüngste Sammelaktion wieder ein Riesen-Erfolg“ war.

Seesen (poe). Hoppe stützte sich dabei auf die Erfahrungen und Erkenntnisse, die im Verlauf der bisherigen Aktionen gewonnen werden konnten, denn mit exakten Daten und Fakten wird er wohl erst an dem Tage aufwarten können, an dem der Sattelzug mit der „besonderen Fracht aus Seesen“ an Bord die Waage passiert hat, um anschließend Kurs auf die Partnergemeinde Rauna zu nehmen.

Sicher allerdings ist schon jetzt: Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Seesen, sich einmal mehr mit ihren Sachspenden in die Aktion einbringen zu wollen, übertraf auch dieses Mal wieder die Erwartungen der Organisatoren und – dürfte zugleich für ein durchaus „rekordverdächtiges“ Ergebnis sprechen.
„Zwar zeichnete sich bereits im Vorfeld ab, dass der Appell, auch die neuerliche Sammelaktion wieder nach Kräften zu unterstützen, nicht ungehört verhallen werde; mit einer so gewaltigen Resonanz hatten wir allerdings nicht gerechnet“, freuten sich auch die engagierten Mitglieder der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, als sie die Aktion am Freitagabend vergangener Woche noch einmal kurz Revue passieren ließen – mithin die fünf (langen) Tage, an denen das Evangelische Kirchenzentrum das Ziel vieler Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet und der Umgebung war, und an denen sich die Mitstreiter kaum eine Verschnaufpause zu gönnen vermochten.
Was Wunder also, wenn die Möglichkeiten, die angelieferten Kartons und Kleidersäcke, die Spielzeug-Waschmaschinen und Spielzeug-Küchenherde, die Schaukelpferde, Laufgitter und Bettdecken in der Annahmestelle im Kirchenzentrum zu lagern, stets recht rasch an ihre Grenzen stießen; unmittelbarer Anlass, sich im wahrsten Sinne des Wortes „Luft verschaffen zu müssen“.
Hier nun zahlte sich die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ und dem „Spangenberg-Sozialwerk“ (Helmstedt) aus. Deren Mitarbeiter machten sich nämlich Mitte vergangener Woche auf den Weg nach Seesen, um die bis dahin gesammelte Kleidung abzuholen, in Helmstedt zu sortieren, transportfertig zu verpacken und für den Transport nach Rauna zwischenzulagern. Anfang dieser Woche werden dann die Kleiderspenden abgeholt, die bis einschließlich Freitagabend abgegeben wurden; Kurt Hoppe: „Auch diese Kleiderspenden werden in Helmstedt sortiert, verpackt und so lange zwischengelagert, bis sie der Sattelzug mit den Sachspenden, die derweil in Seesen auf ihren Transport warten, bei einem Zwischenstopp in Helmstedt an Bord nimmt“. Der Geschäftsführer des „Spangenberg-Sozialwerkes“, Ulrich Müller, versicherte in diesem Zusammenhang ergänzend, dass „alle von den Bürgern aus dem Raum Seesen bereitgestellten Kleiderspenden ausschließlich für Rauna bestimmt sind“.
Luft verschaffte man sich durch zwei weitere „Entlastungstransporte“, in deren Rahmen die anderen Sachspenden, zu denen in erster Linie Haushaltswaren, Elektro-Kleingeräte und Spielzeuge zählten, in einen großen Lagerraum gebracht wurden, in dem sie nun ebenfalls auf den Abtransport warten. Und der ist für Ende November vorgesehen.
Es ist übrigens schon der vierte Hilfstransport allein in diesem Jahr, mit dem die „Kirchliche Lettlandhilfe“ ihren Beitrag dazu leisten will, die Not der Menschen in der Partnergemeinde Rauna zu lindern.
Gleichwohl: Der Vorstand und die Mitglieder der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ wissen natürlich nur zu gut, dass es vor allem die Bürgerinnen und Bürger sind, deren Spendenbereitschaft diese Hilfe möglich macht.