Himalaya-Impressionen und mehr beim Harzklubzweigverein Seesen

Der aus Bad Gandersheim kommende Arzt Dr. Huber bereiste zusammen mit seiner Frau das Himalaya Gebiet, nun berichtet er über seine Reise beim Vortragsabend des Harzklubs Seesen. (Foto: Dr. Huber)
 
Dr. Huber gründete eine Hilfsorganisation für die Kinder, die in dem Gebiet leben. (Foto: Dr. Huber)

Dr. Huber berichtet am 18. Januar über seine spannende Zeit im Himalaya-Gebiet

Der Harzklub-Zweigverein Seesen veranstaltet am Mittwoch, 18. Januar den ersten Vortragsabend dieses Jahres in seinen Räumen im Jacobson-Haus.

Wie immer beginnt auch dieser Vortrag um 19 Uhr. Regelmäßige Besucher der Harzklub-Vorträge mögen aber den geänderten Wochentagstermin beachten. Der Referent Dr. Cornelius Huber hält seine Arztpraxis in Bad Gandersheim mittwochs nur halbtags geöffnet, deshalb weicht der Verein gerne bei ihm auf diesen Tag aus. Die Räume vom Harzklub befinden sich im zweiten Obergeschoss des Hauses und sind mit einem Fahrstuhl zu erreichen.
Dr. Cornelius Huber hat sich mit seinen jährlich einmal stattfindenden Filmvorträgen aus aller Welt beim Harzklub so etwas wie eine eigene Fangemeinde geschaffen. Dieses Mal zeigt sein Film wieder Bilder aus dem Himalaya. Betitelt hat er ihn mit „Lhaeyalo“, was übersetzt „Die Götter waren gnädig“ heißt. Aus der wohl wildesten aller Himalayalandschaften erzählt der Film Geschichten, die das Ehepaar Huber im Grenzland zwischen Nepal und Sikkim erlebt hat. Er zeigt die Landschaft, aber auch die Gefahren, die in diesem Teil des Gebirges auf über 5000 m Höhe lauern.
Der hier befindliche Kangchenjunga ist mit über 8000 m Höhe der dritthöchste Gipfel der Erde. Weil er aber vier Gipfel besitzt, gilt sein Massiv als das mächtigste im Himalaya. Der Zuschauer des Vortrages darf in die wunderschöne Bergwelt vom Himalaya eintauchen, die wohl nirgends so menschenleer wie hier ist. Auf der anderen Medaillenseite stehen aber in diesem Gebiet die Anstrengungen und die Strapazen der Reise. Weil auf dem Treck der Dr. Huber angehörenden kleinen Gruppe nur zwei Träger zur Verfügung standen, mussten sie Nahrungsmittel, Zelte und anderes Zubehör meistenteils selbst transportieren.
Weil das bestellte Flugzeug für den Rückflug einfach nicht gekommen war, musste nach einem Ausweg gesucht werden. Obgleich man wusste, wie gefährlich eine Autofahrt auf den zum Teil abgerutschten und unbefestigten Straßen entlang der Berghänge und hoch über tiefen Schluchten war, blieb der Gruppe um Dr. Huber keine Alternative. Was bei dieser Autofahrt dann geschah, darüber bat uns der Referent vorerst um Stillschweigen. Wenn er diese lebensbedrohenden Szenen im Film wiedersieht, dann kriecht ihm der Schrecken immer noch über seine Seele. Er betrachtet dieses Erlebnis als ein Zeigen mit dem Drohfinger des Schicksals.
Die Gastfreundschaft der hier unter schwierigsten Bedingungen lebenden Menschen haben Dr. Huber tief berührt. Deshalb hatte er sich spontan entschlossen, den Kindern dieser Region zu helfen. Er gründete zu Hause ein kleines Hilfswerk, was seit dieser Reise regelmäßig Geld für die hier lebenden Kinder einsammelt, um ihnen in ihrem täglichen Lebenskampf etwas zu helfen. Der Harzklub hat sich entschlossen, die üblichen zwei Euro Unkostenbeitrag dieses Mal nicht für sich zu verwenden, sondern sie dem Hilfswerk zu spenden. Dr. Huber steht dafür ein, dass jeder gespendete Euro auch tatsächlich die im Gebiet des Kangchenjunga lebenden Kinder erreicht. Wer freiwillig etwas mehr geben möchte, der darf sicher sein, dass ihm seitens des Veranstalters keine Schwierigkeiten gemacht werden.