„Historie Seesens aufarbeiten und lebendig werden lassen“

Renata Jahns dankte Horst Scheerer und Dirk Stroschein für das unter Beweis gestellte Engagement. (Foto: Jung)
 
Eine illustre Gästeschar gab sich im Städtischen Museum ein Stelldichein. (Foto: Jung)

Neuer Bildband im Städtischen Museum vorgestellt / „Freundeskreis“ dankt Sabine Vollmers, Horst Scheerer, Dirk Stroschein und Sponsoren

Seesen (G. J./bo). Renata Jahns, ihres Zeichens Repräsentantin des Freundeskreises Städtisches Museum e. V., konnte jetzt überaus zahlreiche Gäste zur Präsentation des funkelnagelneuen Buches „Seesen in Bildern von gestern und heute“ im ehemals herzöglichen Jagdschloss willkommen heißen.
Die Vorstellung des Bildbandes, so die 1. Vorsitzende, sei ein „großartiger Tag“ für die Autoren Sabine Vollmers und Horst Scheerer. Die Arbeit sei geschafft, und das Ergebnis sei greifbar – und: Es ist sehr gut!“
Zu Beginn ihrer Begrüßungsansprache betonte die Sprecherin des Freundeskreises, dass Co-Autorin Sabine Vollmers sehr gern an der Vernissage teilgenommen hätte, doch habe dies ihr Gesundheitszustand noch nicht zugelassen. Gleichwohl – und Karin Friedrich konnte dies bestätigen – befände sie sich auf dem Wege der Besserung.
Mit Blick auf die Entstehungsgeschichte des Buches verwies Renata Jahns auf den Jahres-Kalender „Seesener Ansichten“ – er liege mittlerweile in der siebten Auflage und erfreue sich nach wie vor großer Resonanz – sowie auf die Vorträge Scheerers, die er zum Teil mit Dieter Neuse gehalten habe, mit Bildern von Alt-Seesen hin und ließ auch nicht unerwähnt, dass Scheerer das Projekt „Alte Seesener Postkarten“ initiiert und realisiert habe.
Eine primäre Aufgabe und Zielsetzung des Freundeskreises sei es, das Städtische Museum zu unterstützen und die His­torie Seesens aufzuarbeiten, in Erinnerung zu holen und in vielerlei Hinsicht „lebendig“ werden zu lassen. Mit dem neuen Bildband, merkte Renata Jahns an, werde ein Blick in die Vergangenheit geworfen: Häuser, Plätze und Orte in der Stadt Sesen seien dem einen oder anderen noch vertraut, die Jüngeren allerdings müssten da schon genauer hinschauen. Da helfe die Gegenüberstellung mit dem Erscheinungsbild in der Gegenwart.
Abschließend dankte Renata Jahns dem Regionalverband Harz und der Hermann-Redder-Stiftung Clausthal-Zellerfeld für die gewährten Fördergelder, ohne die das Vorhaben nicht hätte realisiert werden können.
Mit dem neuen Bildband, unterstrich Bürgermeister Hubert Jahns, sei etwas „Herausragendes“ geschaffen worden. Das Buch zeige in beeindruckender Weise die Veränderungen respektive die Fortentwicklung der Vorharzmetropole auf. Dank sprach Jahns den beiden Autoren, Sabine Vollmers und Horst Scheerer, sowie dem Bilderläher Orts­chronisten Dirk Stroschein für dessen Mitarbeit aus und würdigte schließlich das Engagement des Herausgebers, des Freundeskreises Städtisches Museum e. V.
Auch Horst Scheerer, der detailliert auf die Gestaltung des Bildbandes einging, formulierte Dankesworte an die Adresse der Sponsoren, des „Freundeskreises“ und nicht zuletzt an Dirk Stroschein, der dabei geholfen habe, das Layout zu Ende zu führen.
Die Vielzahl der Postkarten und Bilder, die sich im Besitz des Städtischen Museums befänden und nach medienspezifischer Aufbereitung für zahlreiche Vorträge und die Jahres-Kalender Verwendung gefunden hätten, „haben mich und Sabine Vollmers bei einer Unterhaltung inspiriert, in einem Buch historische Bilder aktuellen Aufnahmen gegenüberzustellen“, erläuterte Horst Scheerer die „Geburtsstunde“ des Bildbandes. Gedacht, getan – aber, so Scheerer: „Wir wollten nicht nur Objekte zeigen mit Hinweis auf Namen oder Standort, sondern gleichzeitig, allerdings in möglichst knapper Form, auch Informationen zur Geschichte der Gebäude und Ansichten geben.“
Sabine Vollmers und er, Scheerer, seien bei den neuen Bildern stets darum bemüht gewesen, den gleichen Standort wie der Fotograf der alten Aufnahmen zu finden. Das sei freilich in einigen Fällen nicht mehr möglich gewesen, weil beispielsweise neue Häuser gebaut worden seien und das alte Objekt verdeckt hätten. Zum Teil habe auch die Tatsache eine Rolle gespielt, erklärte Scheerer, dass man früher bei der Fotografie ganz andere Objektive benutzt habe als sie heute üblich seien.
Das Fazit Scheerers: „Wir glauben, den Seesenern mit unserem Buch auf 120 Seiten zeigen zu können, dass wir in einer lebens- und liebenswerten Stadt wohnen!“
Bezugsquelle: Der neue Bildband „Seesen in Bildern von gestern und heute“ ist im Städtischen Museum, in allen Seesener Buchhandlungen und in der Geschäftsstelle des „Beobachter“ für 14.90 Euro erhältich.