Historischer Markt: Eine Reise in die Vergangenheit

Seesens 2. Stellvertretender Bürgermeister, Norbert Stephan, eröffnet das 40. Sehusafest.

Tausende amüsieren sich im Schlosspark / Erneut tolles Programm

Die Sonne lachte vom Himmel und sorgte für Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke als Norbert Stephan, 2. Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Seesen, zusammen mit Jürgen Ebert und einer stattlichen Abordnung, den Herolden von Sehusa, pünktlich um 13 Uhr zur Tat schritt. „In unserer Kluft ist das fast schon ein wenig zu warm“, gaben Ebert und Stephan zu, bevor sie die Bühne, auf der zuvor noch die Kultband Cultus Ferox gerockt hatte, zur offiziellen Eröffnung des 40. Sehusafestes bestiegen.
In seiner kurzen Rede wünschte Stephan allen Besuchern, Schaustellern, Musikgruppen und Künstlern ein spannendes Wochenende mit vielen tollen Eindrücken. Die Herolde von Sehusa begleiteten die Eröffnung mit Fanfaren-Klängen.

Handwerkermarkt bot jede Menge Abwechslung

Auf dem bunten Handwerkermarkt im Schlosspark, der sich auch in diesem Jahr bestens als Film-Kulisse für ein Historien-Epos geeignet hätte, herrschte bereits zur Mittagszeit mächtig Trubel. Von allen Seiten strömten die Besucher herbei, zu großen Teilen ebenso wie die Künstler und Schausteller in historischen Gewändern gekleidet. Mit den Händlern plauschten die Besucher über ihre Produkte oder sie erstanden sogleich das ein oder andere Schmuckstück. Neben liebevoll gefertigten Trinkgefäßen aus Ton, fanden sich auf dem Handwerkermarkt auch ein historischer Buchbinder sowie zahlreiche Verkäufer von Schmuck und anderen Kuriositäten.
Für die Kinder wurde selbstredend auch wieder einiges geboten. So konnten sie sich beim Angeln versuchen, eine Fahrt mit dem historischen Kinderkarussell unternehmen, das Bastelzelt aufsuchen, am Kinder-Ritterturnier teilnehmen oder sich im Puppentheater im Zollhaus amüsieren.
Großen Publikumszuspruch erfuhren natürlich wieder die aufwendig inszenierten Schlachtszenen aus dem 30-jährigen Krieg, die abermals auf der Fläche vor dem Städtischen Museum tobten. Die lauten Donnerstöße aus den historischen Kanonen versetzten dabei nicht nur die jungen Besucher in Angst und Schrecken, sondern sorgten auch bei den Erwachsenen für den einen oder anderen Schreckmoment.
Auf dem Markt tummelten sich freilich auch wieder die Landsknechtanwerber, die mit großem Spektakel den Gesundheitszustand und die Manneskraft ihrer jungen Anwärter untersuchten. Immer wieder lustig sind auch die Darbietungen mittelalterlicher Hygiene. In einem hölzernen Badezuber hatten die Besucher die Möglichkeit, ein echt altertümliches Badeerlebnis zu erproben.
Großer Andrang herrschte erneut wieder an den zahlreichen Imbiss- und Getränkeständen, wobei hier anzumerken ist, dass die Preise für Speis und Trank mit Sicherheit nicht für jeden Familiengeldbeutel geeignet waren.