Hochrangige Beförderungen ausgesprochen

Dirk Eicke (Zweiter von links) und Stefan Polenz (Dritter von links) wurden von Werkfeuerwehrleiter Christian Mohr (rechts) und seinem Stellvertreter Thorsten Warnecke (links) zu Hauptlöschmeister beziehungsweise Oberfeuerwehrmann befördert.
 
Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke (links) beförderte Thorsten Warnecke (Mitte) zum Oberwerkbrandmeister und Christian Mohr (rechts) zum Werkbrandmeister.

29. Generalversammlung der Werkfeuerwehr Crown / An Großfeuer im Januar 1983 erinnert

Am Freitagabend hatte der Leiter der Werkfeuerwehr Crown Christian Mohr zur 29. Generalversammlung eingeladen, eine illustre Schar von Gästen war der Einladung gefolgt. Neben dem Werkleiter der Crown Nahrungsmitteldosen Deutschland GmbH Seesen Klaus Lohmann, dem Betriebsratsvorsitzenden Harald Kratzberg und der Sicherheitsfachkraft Oliver Schrader konnte der Werkbrandmeister unter anderem dem 1. Stellvertretenden Bürgermeister Jürgen Ebert, dem 2. Stellvertretenden Bürgermeister Nobert Stephan, dem Leiter des Polizeikommissariats Helmut Fischer und sein Stellvertreter Bernward Geudert, dem Bezirksbrandmeister a. D. Ottmar Niemann, dem Ehrenwerkbrandmeister Manfred Sydekum und den Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke begrüßen.
Christian Mohr ging im Verlauf seines Jahresberichtes auf die vier Brandeinsätze, eine Personenrettung und viele technische Hilfeleistungen ein, insgesamt konnte die Wehr 53 Einsätze verzeichnen. Mohr konnte mit Stolz vermelden, dass sich Aufgrund von Neueintritten der Altersdurchschnitt auf 38 Jahre verjüngt hat. Highlights des vergangenen Jahres waren die Hohlstrahlrohr-Ausbildung in Bad Gandersheim und die Ausbildung im Brandsimulationscontainer der im September auf dem Werkgelände aufgestellt war. Insgesamt besuchten 15 Wehren an diesem arbeitsreichen Wochenende die anspruchsvolle Heißausbildung.
Außerdem lobte Christian Mohr das Arbeitsteam der Werkfeuerwehr die den Weihnachtsbaum der Firma Crown wieder so schmuckvoll hergerichtet hatte, denn man darf nicht vergessen, dass dieser Baum seit Jahren der größte Weihnachtsbaum der gesamten Region ist. Der Atemschutzgerätewart Dirk Eicke konnte im Anschluss auch nur positives vermelden.
Mit insgesamt zwölf Atemschutzgeräteträgern hat die Wehr die stärkste AGT-Truppe seit der Gründung der Wehr. Die AGT-Träger besuchten zusätzlich zu den schon erwähnten Ausbildungen zweimal die FTZ in Goslar und außerdem die Grubenrettungsstrecke in Clausthal-Zellerfeld.
Mit einem Dank an die Mitglieder des Kommandos und an die Aktiven der Werkfeuerwehr übergab Christian Mohr das Wort an die Gäste. Der 1. Stellvertretende Bürgermeister Jürgen Ebert überbrachte die Grußworte der Stadt.
Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke ging in seiner Rede auf die neuen Funkrufnummern und auf die weiterhin nicht geklärte Situation mit der digitalisierten Alarmierung im Landkreis Goslar ein. Außerdem war er erfreut darüber, dass auch die Werkfeuerwehr an allen Ausbildungen auf Stadtebene teilgenommen hatte. Der Betriebsratsvorsitzende Harald Kratzberg konnte in seinem Grußwort feststellen, dass der Qualifizierungsfond auch für die freiwilligen Feuerwehren von Vorteil ist, da vier Kameraden der WF einen LKW-Führerschein als Qualifizierungsmaßnahme durchführen konnten.
Achim Padditz wurde im weiteren Verlauf mit einem kleinen Präsent ausgezeichnet, da er besonders bei größeren Veranstaltungen immer wieder freiwillig Dienste übernimmt und ein Urgestein der Werkfeuerwehr ist.
Im weiteren Verlauf der Sitzung konnten einige Mitglieder befördert werden: Dirk Eicke zum Hauptlöschmeister, Marcus Golis zum Löschmeister und Stefan Polenz zum Oberfeuerwehrmann.
Desweiteren wurde Christian Mohr zum Oberwerkbrandmeister und sein Stellvertreter Torsten Warnecke zum Werkbrandmeister befördert.
Der stellvertretende Werkbrandmeister Torsten Warnecke ging zum Schluss der Sitzung noch auf das Großfeuer von 1983 ein, das vor dreißig Jahren zur Gründung der Werkfeuerwehr führte. Am frühen Dienstagabend, den 4. Januar 1983, war bei der damaligen Firma Züchner ein Feuer ausgebrochen, das sich zu einem der größten Schadensfeuer der jüngeren Seesener Geschichte entwickelte. Damals wurde ein komplex von Produktions- und Lagerhallen auf fast 10.000 Quadratmeter ein Raub der Flammen. Das Kernstück der Seesener Produktionsstätte mit einer neuen vollautomatischen Produktionslinie wurde vernichtet. Damals waren über 250 Wehrleute im 17-stündigen Brandeinsatz, unter anderem waren 40 Strahlrohre zur Brandbekämpfung eingesetzt, dabei wurden über 5000 Meter Schlauchmaterial verlegt. Zum Glück wurde damals die Produktion wieder aufgebaut, denn die heutige Firma Crown ist einer der größten Arbeitgeber der Region.