Hochwasserschutz soll weiter optimiert werden

Eine automatische Sandsackabfüllmaschine soll der Rhüdener Feuerwehr künftig die Arbeit im Hochwasserschutz erleichtern.
 
Mit dem Thema „Hochwasser“ beschäftigte sich jetzt noch einmal der Ortsrat Rhüden.

Ortsrat beschäftigte sich mit dem Thema / Gerhard Laumann informierte über
aktuellen Stand der Dinge

Auch mit dem Thema Hochwasserschutz beschäftigte sich jetzt noch einmal intensiv der Rhüdener Ortsrat. Der ehemalige Rhüdener Ortsbrandmeister, Gerhard Laumann, berichtete eingangs über die Seesener Hochwasserkonferenz und wies für die Freiwillige Feuerwehr noch einmal darauf hin, dass die ausgegebenen Sandsäcke bei den Betroffenen verbleiben sollten, bis die unsichere Wetterlage vorbei ist.

Rhüden (uk/bo). Laumann, der federführend am Hochwasserkonzept mitgewirkt hatte, bat den Ortsrat während der Sitzung um Unterstützung bei der Erstellung einer Liste für freiwillige Helfer, die bei Hochwassergefahr herangezogen werden können. Er berichtete zudem, dass es beim Einsatz der Hochwassermanager zu Irritationen gekommen sei. Diese seien vor Ort, aber Betroffene müssten sich an diese wenden.
Ratsherr Malte Sander (SPD) vertrat die Meinung, dass das Konzept bisher gut aufgegangen sei. Allerdings sei es zu Verunsicherungen gekommen, da Straßenmanager den Bürgern teils verschiedene Antworten gegeben haben. Gerhard Laumann bestätigte dieses und sagte Verbesserung zu. Auf den Vorschlag von Malte Sander, bei der Vorstellung des Hochwasserkonzeptes während einer OR-Sitzung möglichst auch die Steuerung des Beckens zu erklären, berichtete Gerhard Laumann, dass für die Steuerung grundsätzlich das NLWKN zuständig sei. Er wies aber darauf hin, dass das Ziel sei, das Becken wieder automatisch zu steuern und erläuterte dieses.
Karl-Heinz Flügge bat in einer Wortmeldung darum, den Pegelstand aktueller im Internet einsehen zu können. Gerhard Laumann antwortete, dass seitens des NLWKN eine zweistündige Aktualisierung erfolge; mehr gebe die Software des NLWKN nach deren Auskunft nicht her.
Ernst Pahl von der Bürgerinitiative Hochwasser in Rhüden kritisierte, dass nach dem Einstau des Beckens beim letzten Regenereignis der Pegelstand wieder deutlich unter 2,70 Meter gerutscht sei. Auch hierzu bezog Gerhard Lauman Stellung und erklärte, dass diese Abstände im neuen Planfeststellungsverfahren mit geändert werden sollen. Außerdem sollen weitere Pegelmessstellen eingerichtet werden.
Ernst Pahl fragte im Weiteren, ob die bei der Begehung mit der Feuerwehr vorgeschlagenen Änderungen, zum Beispiel in Höhe Kläranlage Wasser ins Gelände laufen zu lassen, schon umgesetzt worden seien. Laumann informierte, dass mehrere Punkte zur Verbesserung vorgestellt wurden und dieses in der Hochwasserkonferenz beraten wurde. Eine Abarbeitung der Punkte müsse erst erfolgen. Ernst Pahl wies darauf hin, dass in Höhe der „Mühle Grimpe“ so viel Geröll im Nettebett liegt, dass dieses nicht mehr dem Planfeststellungsverfahren entspreche und wies darauf hin, dass zwei Baumstämme, die vor längerer Zeit in Höhe des Grundstücks „Deike“ aus der Nette geholt wurden, noch immer auf der Ostseite des Radweges liegen. Er bat, diese von dort zu entfernen.
Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird von der Stadt Seesen die neue Sandsackabfüllanlage angeschafft. Ortsbürgermeisterin Irene Pülm wertete diese automatische Abfüllanlage als eine wichtige Anschaffung. Gerhard Laumann teilte im Weiteren mit, dass im Feuerwehrhaus neue Fenster und Türen eingebaut worden seien. Er wies außerdem darauf hin, dass der Gehweg vor dem Feuerwehrhaus in schlechtem Zustand sei. Die Teerdecke sei zerstört.
Orstbürgermeisterin Irene Pülm schlug in diesem Zusammenhang vor, eine Ortsbegehung durchzuführen, um Straßenschäden aufnehmen zu können.