Hochzeit einer der Höhepunkte

Die Doppelhochzeit vor dem Städtischen Museum war ein besonderes Highlight des diesjährigen Sehusafestes. Denis und Natascha Ostermann (links) sowie Sascha und Nicole Uhde gaben sich vor dem Städtischen Museum das kirchliche Ja-Wort.

40. Auflage des Sehusafestes gefeiert

Pünktlich zu Beginn des 40. Sehusafestes öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete in Strömen. Doch das sollte es dann zunächst auch gewesen sein, denn nach rund einer Stunde blieb es dann am ganzen Sonnabend trocken.

Und so strömten nach und nach die Massen in die Stadt Sehusa, um einmal mehr abzutauchen in die Vergangenheit, in die Zeit des Mittelalters.
Einer der Höhepunkte war dabei ohne Zweifel die Doppelhochzeit bei den Seesener Musketieren. Denis und Natascha Ostermann sowie Sascha und Nicole Uhde gaben sich vor dem Städtischen Museum das kirchliche Ja-Wort. Und das vor den Augen hunderter Festbesucher. Propst Thomas Gleicher gab den beiden mittelalterlich gewandeten Brautpaaren den Hochzeitssegen – just in die Prozedur gesellte sich noch einmal ein kräftiger Donnerschlag, gewissermaßen als großes Ausrufezeichen und Unterstützung für den Bund des Lebens.
Am Abend gab es dann kaum ein Durchkommen mehr im Kern der Stadt. Tausende Menschen drängten sich dicht an dicht durch das Festgeschehen. Die traditionellen Programmpunkte durften natürlich ebensowenig fehlen. Nach der Generalprobe am Freitagabend ging die Sage vom Silberhohl vor der ehrwürdigen Burg Sehusa am späten Samstagabend ebenso glatt über die Bühne, wie am folgenden Sonntag das Adlerschießen und die Bärenhatz.
Heute wurde dann munter weiter gefeiert. Um die Mittagszeit fand der offizielle Empfang durch Bürgermeister Erik Homann statt. Er hieß da noch einmal die Gäste aus dem englischen Wantage und dem französischen Carpentras herzlich willkommen in der Stadt. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 sei es besonders schön, dass die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen gelungen sei.
Und das Stadtoberhaupt vergaß auch nicht dem Historienfestverein seinen Dank auszusprechen. Zudem bedauerte Homann das Fehlen Elisabeth Paetz-Kalichs, die wegen einer Oberschenkelfraktur in diesem Jahr nicht dabei sein konnte.
Alle Beteiligten wünschten ihr vom Sehusafest aus beste Genesungswünsche. Nach dem Empfang im Rathaus folgte dann am Nachmittag der große Festumzug durch die Stadt. Wieder sind es mehr als 1000 Mitwirkende, die beim 40. Sehusafest die Geschichte wieder in Erinnerung riefen. Als der Zug endete, suchte ein weiterer Regenschauer Seesen heim, die meisten Besucher fanden aber Unterschlupf unter den Ständen.