Homann mit erfolgreicher Bieranstich-Premiere

Behutsam gehämmert...

Illustre Gästeschar beim 6. Schützen- und Volksfest der SG von 1428 und des SSV von 1956

Von Gerd Jung, Seesen


Mit Pauken und Trompeten wurde am vergangenen Freitag das mittlerweile 6. gemeinsame Schützen- und Volksfest der SG von 1428 und des SSV von 1956 eingeläutet. Die Kimme-und-Korn-Experten beider Vereine gaben sich am Rathaus ein Stelldichein und wurden vom Wolfshäger Fanfarenzug, der zu einem halbstündigen Platzkonzert angetreten war, bestens unterhalten. Anschließend marschierte die Schützenschar unter „Polizeischutz“ zum Schützenplatz. Hier – genauer: im Festzelt – ging der Kommers über die Bühne, und dazu konnten die Repräsentanten von SG und SSV, Wolfgang Sundmacher und Bernd Schwerdtfeger, eine illustre Gästeschar willkommen heißen.
Mit von der Partie waren neben dem Verwaltungschef der Stadt Seesen, Erik Homann, der 1. Stellvertretende Bürgermeister und Ratsvorsitzende Jürgen Ebert, der Stellvertretende Landrat Horst Brennecke, der Vorstand des Kreisschützenverbandes Gandersheim mit Axel Ambrosy an der Spitze, die Schatzmeisterin des KSB Goslar, Andrea Wilhelm-Opel, Stadtsportringvorsitzender Mario Melone, die Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglieder der beiden Schützenvereinigungen, die Vertreter der Seesener Geld­institute sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
In ihrer Begrüßung betonten Sundmacher und Schwerdtfeger, dass die Seesener Schützen- und Volksfestgemeinschaft unter der Leitung von Klaus Wunderlich (SG) und Axel Siedschlag (SSV) vielfältige und schwierige Aufgaben gemeistert und so die Voraussetzungen für die Durchführung des 6. Schützen- und Volksfestes geschaffen habe.
In ihren launigen Grußworten würdigten Bürgermeister Erik Homann und der Stellvertretende Landrat Horst Brennecke denn auch das gemeinsame Engagement von SG und SSV zur Aufrechterhaltung des traditionsreichen Schützen- und Volksfestes. Dies sei aller Ehren wert.
Fünf Jahre hatte Erik Homann Zeit, seinem Vorgänger, Hubert Jahns, beim Fass­bieranstich über die Schultern zu schauen. Nun, der Anschauungsunterricht fiel auf fruchtbaren Boden: In seinen „ältesten Anzug“ gewandet, steckte Homann mit behutsamen, aber gezielten Hammerschlägen das Freibier-Fass an – und blieb dabei „trocken“. Die Offiziellen von SG und SSV sparten ob dieser glanzvollen Premiere mit Beifall nicht. Nach dem „O’zapft is“ lief der Gerstensaft in Strömen, fanden 30 Liter ihre Abnehmer – zum Nulltarif.