Hunderte Bilder mit Kinderpornografie im Besitz

Zweifacher Familienvater (45) aus Langelsheim wird vom Amtsgericht Seesen zu Geldstrafe verurteilt

Wegen des Besitzer kinderpornografischer Schriften wurde gestern vor dem Amtsgericht Seesen ein 45-jähriger Mann aus Langelsheim zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt. Der zweifache Familienvater war zufällig in den Fokus der Ermittler geraten.

Bei einer Durchsuchung wurden Hunderte Bilder auf den Computern des verheirateten Mannes gefunden. Diese Bilder zeigen sexuelle Handlungen an beziehungsweise von Kindern sowie den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Erwachsene. Der 45-jährige Außendienstmitarbeiter gab zu, sich diese Bilder im Internet her­untergeladen zu haben.
Mehr als fadenscheinig war dabei jedoch die Aussage, dass er über ein Portal einer Autobörse auf die Bilder gestoßen sei und mehr oder weniger zufällig die Datenpakete von russichen FTP-Servern heruntergeladen hätte.
Während einer Hausdurchsuchung im April des vergangenen Jahres wurden die Dateien erstmals zufällig von den Kriminialbeamten entdeckt. Während einer zweiten Untersuchung am 18. September 2013 wurden dann ein Laptop und zwei Computer beschlagnahmt, auf denen sich weiteres belastendes Material fand. Der 45-Jährige zeigte sich gestern früh vor Gericht reuig und erklärte, dass er einen großen Fehler gemacht habe. Sein Anwalt ergänzte, dass sein Mandant aus reiner Neugier die kinderpornografischen Dateien auf seine Rechner heruntergeladen hatte.
Amtsgerichtsdirektorin Katharina Studenroth machte dem Langelsheimer, der bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war, deutlich, warum es nicht tolerierbar sei, dass solche Dateien und derartiges Bildmaterial in Umlauf geraten. „Nur wenn Nachfrage nach solchen Bildern besteht, werden Aufnahmen verbreitet.“ Das müsse auch dem Angeklagten klar sein. Er unterstütze durch sein Handeln aktiv den Missbrauch von Kindern.
Staatsanwältin Habermeyer machte in ihrem Plädoyer deutlich, dass es sich bei dem Beschaffen der Bilddateien keinesfalls um einen Zufall oder ein Versehen handeln könne. Dazu seien zu viele Bilder im Spiel.
Zugute gehalten wurde dem Langelsheimer, dass er bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und dass er sich geständig zeigte. So blieb es schlussendlich bei einer Geldstraße in Höhe von 2700 Euro wegen des Besitzer kinderpornografischer Schriften.
Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel. Damit ist das Urteil rechtskräftig.