HZV Seesen mit „Randfichten“ im MDR-Fernsehen

Kamera läuft: die Akteure des HZV Seesen bei den Dreharbeiten mit den „Randfichten“. (Foto: Schiller)
 
Die Harzklubler aus Seesen nehmen ihre Positionen ein. (Foto: Schiller)

TV-Aufnahmen in Elend / Peitschenknaller, Akkordeonspieler und Birkenblattbläser mit von der Partie

Seesen (HS/bo). Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Heimatgruppe des Harzklub-Zweigvereins Seesen weilten jetzt zu Fernsehaufnahmen in Elend. Einige der Peitschenknaller, Akkordeonspieler und ein Birkenblattbläser wirkten mit in der MDR-Fernseh-Sendung „Mit Volldampf auf den Brocken“ – die neuen Abenteuer der „Randfichten“, die den Harz unter die Lupen nehmen.
Vor genau 20 Jahren dampfte und schnaufte wieder der ers­te Zug gen Brocken. Anlass für die „Randfichten“, sich auf eine abenteuerliche Tour mit den Harzer Schmalspurbahnen zu begeben.
Unterwegs treffen die drei Volksmusiker auf interessante Harzer Leute und bemerkenswerte Harzer Bräuche. So auf den Spuren lesenden Nationalpark-Ranger, auf Harzer Jodler, auf einen Bürgermeister, der röhren kann wie ein brunftiger Hirsch, und auf eine ganze Hexenbrut, bei der man die Prüfung für einen Hexenbesen-Führerschein ablegen kann.
Ein Erlebnis für die Musikanten ist auch die Begegnung mit Erich Storz, der mit seinem Lied von der kleinen Bimmelbahn einst die Hitlisten von Deutschland und in den USA eroberte. Ihre Musik steuern ebenso bei: Die Geschwister Hofmann, Gerd Christian, Franziska, Belsy und Florian Fesl, Die Schäfer, Astrid Harzbecker, André Stade und viele andere.
Die Sendung wird am kommenden Freitag, 23. September, im MDR um 20.15 Uhr ausgestrahlt.
Zu den „Randfichten“: Die Gruppe mit dem seltsamen Namen wurde von Thomas Unger und Michael Rostig zunächst als „Original Arzgebirgsche Randfichten“ gegründet. Randfichten sind übrigens solche Bäume am Rand eines Waldes, die aufgrund ihrer exponierten Lage den Wetter- und Witterungseinflüssen besonders ausgesetzt sind und daher vergleichsweise stark und widerstandsfähig sein müssen. Das war 1992, und zum Anfang spielte man überwiegend im privaten Rahmen. 1997 begrüßten Unger und Rostig Thomas Lauterbach als neues Mitglied bei den Randfichten, und keine drei Jahre später nennt man sich der Einfachheit halber „De Randfichten“.
Die Schlagertruppe nahm ihr Debüt 1997 auf. „Do pfeift dr Fuchs“ wurde nicht nur zu einer Erkennungsmelodie für das Trio – der Fuchs wurde sogar zu einer Art Maskottchen. Ihre zunächst vermehrte und später ständige Präsenz in den Medien des mitteldeutschen Rundfunks führte dann im Jahr 2000 schon bald und unweigerlich zu dem vom MDR vergebenen Herbert-Roth-Preis als beste Nachwuchsband. Die Zusammenarbeit mit den Heimatmelodie-Beauftragten beim MDR lief so gut, dass die Randfichten nur ein Jahr später die Musik für die MDR-eigene Produktion „Ski heil am Fichtelberg“ verfassten. Noch ein Jahr später gründeten die Randfichten ihr eigenes Plattenlabel mit dem unglaublich raffinierten Namen Rafi-Records. Das Label hatte bis zum Jahr 2004 eigentlich nicht mit Überlastung zu kämpfen. Als dann allerdings der Song „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ von den Randfichten veröffentlicht wurde, gab es kein Halten mehr. Das alte Volkslied, das in den unterschiedlichsten Versionen in ganz Deutschland zum volkskulturellen Grund-Kapital gehört, wurde zu einem der größten Schlager-Hits, die Deutschland je erlebt hat.