„Ich hänge dich am Schweinehaken auf“

Seesener (62) wegen Bedrohung verurteilt

Vor dem Amtsgericht musste sich in der vergangenen Woche ein 62-jähriger Seesener wegen Körperverletzung und Bedrohung verantworten. Das Verfahren wegen der Körperverletzung wurde eingestellt, da die Verlobte des Angeklagten, die ihn wegen eines gewalttätigen Vorfalls angezeigt hatte, von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte.
Der zweite Fall, die Bedrohung eines 57-jährigen Seeseners, wurde jedoch verhandelt. Am Ende verhängte Richter Rüger eine Geldstrafe gegen den Angeklagten in Höhe von 300 Euro.
Dem ehemaligen Schrott­händler und heutigen Hartz-IV-Empfänger wurde vorgeworfen den 57-jährigen Vorruheständler im Dezember vergangenen Jahres telefonisch bedroht zu haben.
Das Opfer sagt aus, dass der Angeklagte ihn mit den Worten: „Ich hänge dich an einen Schweinehaken, schlitze dich auf und lasse dich danach ausbluten“, bedroht habe.
Der Angeklagte stritt diesen Vorfall ab und drehte den Spies um. Seiner Aussage nach, sei er in dieser Form beleidigt worden.
Ursächlich für den Streit ist nach Aussage des Angeklagten ein Streit, bei der seine Verlobte im Mittelpunkt stand. Der 62-Jährige sagte aus, dass der Zeuge ihm seine Verlobte ausspannen wolle. Dies könne er jedoch nicht akzeptieren.
Am Ende der Verhandlung schenkten Richter und Staatsanwalt dem Opfer mehr Glauben als dem Angeklagten. Aufgrund seiner finanziellen Situation beließ es Strafrichter Rüger bei einer milden Geldstrafe, die in Raten an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen ist.