Ich mach mir die Welt, widde-widde wie sie mir gefällt!

Alle Schüler wurden aufgefordert, den Toleranzgedanken Israel Jacobsons anzuerkennen. (Foto: König)

91 Fünftklässler am Jacobson-Gymnasium feierlich eingeschult

Am vergangenen Donnerstag konnte Schulleiter Stefan Bungert sich im Rahmen der Einschulungsfeier über den Zuwachs von nicht weniger als 91 neuen Schülerinnen und Schüler am Jacobson-Gymnasium freuen.
Eingeleitet wurde die Feierstunde in der Aula mit einem kleinen Auszug aus dem Märchenmusical „Des Kaisers neue Kleider“, welches Musiklehrerin Rebecca Schanbacher mit ihrer Klasse 6lf liebevoll einstudiert hatte.
Im Anschluss wandte sich die stellvertretende Schulleiterin, Susanne Kettmann, an das junge Publikum. Sie machte am Beispiel der Kinderbuchfigur „Pippi Langstrumpf“ deutlich, wie wichtig es sei, selbstbestimmt, unkonventionell, kreativ und optimistisch zu leben.

Dennoch fielen – anders als bei Pippi Langstrumpf – Verantwortungsbewusstsein, Weltwissen, moralisches Handeln, ja selbst die Fähigkeit, zu kochen und zu stricken, nicht einfach vom Himmel. Vielmehr seien diese Kompetenzen im wahren Leben stets das Ergebnis elterlicher Erziehung und schulischer Bildung.
In ihren abschließenden Worten verlieh sie aber der Hoffnung Ausdruck, dass spätestens mit dem Abiturzeugnis in den Händen jeder einzelne Schüler des Jacobson-Gymnasiums sich die Welt - ganz im Sinne Pippi Langstrumpfs - zumindest ein wenig so machen könne, „widde-widde… wie sie ihm und vielleicht auch anderen gefällt“.
Nach einem weiteren musikalischen Beitrag von Yasmin Kuwer und Carlo Zechmann (Klasse 10e), die gemeinsam virtuos das Klavierstück „Hectic day“ intonierten, wurde die Aufnahme der Fünftklässler in die Schulgemeinde schließlich mit dem „historischen“ Handschlag des Schulleiters besiegelt. Dieser sei „ein mündlicher Vertrag und fordere von jedem Schüler und jeder Schülerin das Versprechen, den Toleranzgedanken des Schulgründers Israel Jacobsons anzuerkennen“, erläuterte Bungert den jungen Eleven den Symbolgehalt des Rituals. Im Gegenzug verspreche die Schule allen Eltern, sich bestmöglich um die Ausbildung ihrer Kinder zu kümmern und die verschiedenen Begabungen zur größtmöglichen Entfaltung zu bringen. Abgerundet wurde die Feier mit einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenbuffet, das der Eltern- und Freundeskreis unter Federführung von Inga Kühn in der Cafeteria für alle Eltern bereithielt.