„Ich will Schwellenängste abbauen”

Dirk Stroschein ist neuer Museumsleiter.

Dirk Stroschein ist neuer Leiter des Städtischen Museums Seesen / Neue Konzepte sind geplant

Die Hemmschwelle ist irgendwie da.

 „Dabei haben wir so eine schöne Klingel und die Tür wird geöffnet”, sagt Dirk Stroschein, neuer Leiter des Städtischen Museums Seesen. Viele trauen sich irgendwie nicht ins Museum hinein, obwohl geöffnet dran steht. Dabei gibt es hier unheimlich viel zu entdecken. Im Haus selbst hat Dirk Stroschein den Schreibtisch gewechselt. Zweieinhalb Jahre war er hier nebenamtlich tätig, seit 1. April ist er neuer Museumsleiter. Nach 27 Jahren hat sich der bisherige Chef Friedrich Orend in den Ruhestand verabschiedet. Die Fußstapfen, die er hinterlässt, sind groß, doch Dirk Stroschein scheut sie nicht. Neues will er probieren.
Für den Besucherdienst war er bisher unter anderem mit eingeteilt. Einen Satz hört er nach dem geführten Rundgang von den Besuchern immer wieder: „Das hätten wir nicht erwartet!” Sie sind positiv überrascht. Viele von ihnen waren zuletzt als Grundschüler im Museum, doch über die Jahre hat sich hier viel verändert. Thematische Räume unter anderem zu Steinway, Jacobson und Züchner sind entstanden. Personen, denen Seesen überregionale und internationale Strahlkraft verdankt, rückten ins Zentrum. Die Präsentation der Heimatgeschichte wurde zurückgefahren. Und hier will der neue Leiter ansetzen: „Ich verstehe die Position auch als stadtgeschichtliche Stelle”. Die überregionalen Highlights gilt es weiter zu pflegen. Doch auch Seesens Lokalgeschichte sollte laut Stroschein wieder stärker in den Fokus gerückt werden. „Schließlich gehört das Museum auch den Seesenern selbst”, betont er.


Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des „Beobachter" vom 8. April 2017