Imposante Verteidigungsanlagen

Im Lichtschein der Feuerfackel besichtigten die RK-Mitglieder die Befestigungsanlagen.

Mitglieder der Reservistenkameradschaft Seesen nehmen Atlantikwall näher unter die Lupe

Mitglieder der Reservistenkameradschaft (RK) Seesen besichtigten jetzt das Atlantikwall-Museum in Raversyde (Belgien), die einstigen Kampflinien in der Normandie und die Maginot-Linie in den französischen Alpen.

In Raversyde lässt sich die einzige noch erhaltene deutsche Küstenbatterie aus dem Ersten Weltkrieg, die Batterie Aachen, finden. Hier standen Kanonen mit den dazugehörigen Beobachtungsbunkern sowie Mannschaftsunterkünfte. Wegen der befürchteten Landung der Alliierten auf dem Strand und zum Schutz der Häfen von Zeebrugge und Oostende, von wo aus die deutschen U-Boote operierten, bauten die Deutschen die Geschütze an der belgischen Küste aus. Nur die Überreste der Batterie Aachen sind noch erhalten. Im Zweiten Weltkrieg wurden an derselben Stelle neue Verteidigungsanlagen, die Teil der Verteidigungslinie Atlantikwall waren, gebaut.
Durch das gleichnamige Museum übernahm RK-Mitglied Fabian Engelhardt die Führung, er verstand es, mit seinen bis ins Detail vorbereiteten Erklärungen die imposanten Verteidigungsanlagen aus den beiden Weltkriegen bildlich darzustellen. Zudem setzte er die Reisegruppe davon in Kenntnis, dass es dem belgischen Prinzen Karel zu verdanken sei, dass diese Verteidigungsanlagen derart gut erhalten seien, denn er wohnte bis zu seinem Tode dort und hatte somit den Abriss verhindert.
Nach den aufschlussreichen Besichtigungen, die bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ihren Abschluss fanden, wurden die Quartiere aufgesucht. Am nächsten Morgen ging es weiter am Atlantikwall in der Normandie. Dafür hatte man sich noch einmal zwei Tage Zeit genommen. Das nächste große Ziel war der Col de la Bonette in den französischen Alpen. Der Col de la Bonette war früher von strategischer Bedeutung. Militärbauten und Trümmer entlang der Pass-Straße erinnern an die kriegerische Vergangenheit der Maginot-Linie. Seitens der RK Seesen hatte sich Frank Uhe mit der Geschichte der Befestigungen befasst. Durch jahrelange Bereisungen dieses Berges mit den dazugehörigen Befestigungsanlagen konnte er der Reisegruppe im Lichtschein einer Feuerfackel die verschiedenen Verteidigungstheorien vor Augen führen.
Nachdem die Gruppe den geschichtsträchtigen Pass hinter sich gelassen hatte, war das nächste Ziel Tramin in Südtirol, hier klang bei einem zünftigen Tiroler-Abend eine ereignisvolle Reise aus.