Impressionen vom Festumzug

Mit Rammbock und dem Trebuchet (Wurfschleuder) zogen die Schutten durch die Seesener Straßen. (Foto: Kiehne / Mateo / Hoffmann)

Heftiger Regenschauer trübte Stimmung kaum

Zu den festen Bestandteilen des historischen Sehusafestes gehörte natürlich auch in diesem Jahr wieder der große Festumzug am Sonntagnachmittag. Und das Wetter meinte es gut mit den Seesenern – zumindest vorerst.

Kein Wunder also, dass Tausende von Zuschauern dem historischen Zug durch die Stadt beiwohnten. An der Spitze gingen in diesem Jahr Eckhard Pfeil vom Historienfestverein sowie Bürgermeister Erik Homann nebst seinen Stellvertretern Norbert Stephan und Jürgen Ebert.
Ob Schutten, Ritter, Zigeuner, Gaukler und viele weitere Akteure, die auch diesmal wieder die Tradition des nunmehr bereits 40. Sehusafestes aufrecht erhielten – sie alle sorgten wieder für einen prächtigen und farbenfrohen Umzug, der sich seinen Weg durch die von Tausenden bevölkerten Straßen bahnte.
Als der Umzug beendet war, zogen dunkle Gewitterwolken über Seesen auf und es dauerte nicht lange, da schüttete es buchstäblich aus Kübeln. Schnell suchten die Besucher und auch die Akteure Schutz unter den vielen Ständen. An der Taverne vor der St.-Andreas-Kirche war zu diesem Zeitpunkt kein freies Plätzchen mehr zu finden.
Der heftige Regenguss verschwand aber genauso schnell, wie er gekommen war, und nach rund 20 Minuten strahlte schon wieder die Sonne über Seesen. So konnten die Akteure und Gäste die letzten Stunden des 40. Sehusafestes in aller Ruhe und bei einem kühlen Bier genießen.
Wo man auch hinhörte, gab es zufriedene Minen. Beispielsweise bei den Akteuren der Sage vom Silberhohl. Einmal mehr hatten die Akteure um Raub­ritter Wulfhardus und Jutta von Pedel mit der dramatischen Momentaufnahme aus der Stadtgeschichte von 1269 die Zuschauer in den Bann gezogen.
Neben der tollen schauspielerischen Leistung stellten auch die Techniker hinter den Kulissen ihr Können unter Beweis. Das Silberhohlspiel war wiederum ein optisches und akustisches Glanzlicht.
Peter Schuster, Schatzmeister des Historienfestvereins, war mit dem Besucherzuspruch zufrieden. Klagen über den Eintritt seien ausgeblieben. Wie er mitteilte, kostet das Fest den Historienfestverein summa summarum rund 90.000 Euro. Das alles kann nur über die Eintrittspreise gegenfinanziert werden. Sein Dank galt aber auch der Stadt Seesen, die das Sehusafest alljährlich unterstützt.