In der Wache staubt und lärmt es

Polizeioberkommissar Holger Schandert an seinem vorübergehendem Arbeitsplatz in der provisorisch eingerichteten Wache.

Polizeikommissariat Seesen wird für rund 500.000 Euro modernisiert

Staub und Lärm bestimmen derzeit das Bild im Polizeikommissariat Seesen. Seit Anfang der Woche sind Handwerker damit beschäftigt, den Umbau der Wache vorzunehmen. Diese ist schon wenige Tage nach dem Beginn der Bauarbeiten nicht mehr wiederzuerkennen – die Beamten sind derzeit in einem kleinen Behelfs-Büro im hinteren Bereich des Polizeikommissariats untergebracht.

Wo sonst Notrufe eingehen, wird nun gestemmt und gehämmert, werden Wände durchbrochen und Fußböden herausgenommen. Der Eingangsbereich ist zur Baustelle geworden, und wer dieser Tage die Polizeibeamten aufsuchen möchte, kann dies nur noch über den Hintereingang am Parkplatz tun. Die Sanierung ist längst überfällig, schon seit Jahren sind die Beamten des PK Seesen mit dem Zustand ihres Kommissariats nicht gerade glücklich. Vieles ist in die Jahre gekommen.

Mietverhältnis mit der Firma List wurde verlängert

Ein Umzug aus dem Gebäude in das ehemalige Stadtkrankenhaus im vergangenen Jahr scheiterte. Daraufhin hatte sich das Land Niedersachsen als Mieter der Immobilie mit der Firma List aus Goslar als Eigentümer auf eine langfristiges weiteres Mietverhältnis geeinigt. Für die nächsten 20 Jahre wird die Polizei damit auch weiterhin in der Frankfurter Straße ihren Sitz haben.
Nun also steht zunächst einmal eine umfangreiche Sanierung bevor, die wohl noch bis Ende August andauern wird, wie der Stellvertretende Polizeikommissariatsleiter Bernward Geudert dem „Beobachter“ berichtete. Auch eine neue Heizungsanlage mit Wärmepumpen wird installiert, das Gebäude entsprechend den heutigen Anforderungen an die Energieeinsparverordnung umgebaut, dazu gehört auch der Austausch von Fenstern und eine Wärmedämmung, wie Berndt Stautmeister, Verwalter der Firma List erklärt. Rund 500.000 Euro teuer wird der Umbau des Polizeikommissariats in Seesen.
Dabei wird auch eine der Zellen, in der die „bösen Buben“ zur Verwahrung untergebracht sind, zurückgebaut. In diesem Bereich soll dann ein neuer Technikraum entstehen.
Darüber hinaus werden die sanitären Anlagen auf den neuesten Stand gebracht und im Hinterhof wird die Parkplatzsituation neu geregelt.
„Es ist alles enger im Moment, wir müssen uns räumlich schon enorm einschränken“, berichtet Geudert von den Folgen der Baumaßnahme. Dass die Wache nun provisorisch in den hinteren Bereich verlegt wurde, ist eine dieser Einschränkungen, die die Polizeibeamten aber gern in Kauf nehmen. Wissen sie doch, dass in einem Vierteljahr ihr Arbeitsplatz in neuem Glanz erstrahlt. „Die Kollegen sehen es allesamt positiv“, unterstreicht Geudert abschließend. Insgesamt sind im Polizeikommissariat Seesen 33 Beschäftigte tätig.