In SouthCarolina wird um die Krone gekämpft

Magnus Hirschfeld und Jörg Kappei haben sich bei der Firefighter-Challenge in Berlin für die WM qualifiziert

Seesen (th). Bei der 5. Berliner Firefighter Challenge erkämpften sich die beiden Seesener Magnus Hirschfeld und Jörg Kappei jetzt die Qualifizierung zur Teilnahme bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im amerikanischen Myrt­le Beach, South Carolina. Zum fünften Mal traten in diesem Jahr Feuerwehrleute aus der ganzen Welt in Berlin auf dem Potsdamer Platz beim Firefighter Challenge gegeneinander an.
Zur diesjährigen Firefighter Challenge – auch als die här­tes­ten zwei Minuten des Sports bezeichnet – meldeten sich insgesamt fast 400 Starter aus acht verschiedenen Nationen. Teams aus Deutschland, USA, Kanada, Frankreich, Polen, Österreich, Slowenien und Norwegen sind in diesem Jahr dabei gewesen. 16 Teilnehmer aus Europa konnten sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren, darunter eben auch Jörg Kappei und Magnus Hirschfeld.
Die Feuerwehrleute muss­ten dabei zunächst einen Parcours, bestehend aus fünf Stationen, bewältigen – und das so schnell wie möglich. Die extremen Herausforderungen der Feuerwehrrealität sollen hierbei simuliert werden, weshalb der Parcours auch zusammenhängend an einem Stück absolviert werden musste. Erschwert wurde das Ganze durch die Vorgabe, dass die Starter in kompletter Einsatzkleidung sowie mit Helm, Maske und Atemschutzgerät starten muss­ten.
Kappei und Hirschfeld starteten am Fuße des Turmes. Dort musste das Schlauchpaket mit 19 Kilogramm über die Treppen des 12,5 Meter hohen Turmes nach oben getragen und in einer Box abgelegt werden. Der Teilnehmer musste danach den schweren Schlauch nach oben ziehen und in die dafür vorgesehene Box ablegen.
Anschließend ging es die Treppen nach unten zur Keiser Force Machine. Das Seesener Duo nahm hier einen Vier-Kilogramm-Hammer auf und schlug mit diesem das Gewicht (72,5 Kilogramm) über 1,50 Meter nach hinten.
Als nächstes musste ein 42,5 Meter langer Slalomkurs absolviert werden – ohne eine Pylone zu vergessen oder umzureißen. Am Ende des Slalomkurses wurde ein geschlossenes Strahlrohr aufgenommen; damit liefen die Teilnehmer mit dem bereits mit Wasser gefüllten angekuppelten Schlauch 23 Meter nach vorne. Nach dem Passieren einer Schwingtür durfte das Strahlrohr geöffnet und ein Hindernis mit dem Wasserstrahl musste umgespritzt werden.
An der letzten Station muss­ten die beidenVorharzer einen Dummy (79,4 Kilogramm) aufnehmen und rückwärts mit dem Rautekgriff bis zum Ziel ziehen. Die Zeit wurde angehalten, als die Teilnehmer mit der Puppe gemeinsam im Ziel waren.
Im November findet im amerikanischen Myrtle Beach in South Carolina die Weltmeisterschaft statt. Der Wettkampf in Berlin stellte die einzige Möglichkeit in Europa dar, sich für dieses Event zu qualifizieren.