In Technik und Innovation weit vorn

Die Nominierten (von links): Dr. Niels Fertig, Dr. Andrea Brüggeman und Dipl. Physiker Michael George. Niels Fertig hatte im Jahr 1992 sein Abitur am Jacobson-Gymnasium abgelegt. bo

Ehemaliger Bornhäuser Dr. Niels Fertig erneut für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Der eine oder andere Seesener wird sich vielleicht noch an Dr. Niels Fertig (Sprecher), Dr. Andrea Brüggeman und Dipl. Physiker Michael George erinnern.

Die führenden Köpfe der Nanion Technologies GmbH waren vor sieben Jahren schon einmal für den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, nominiert. Der Seesener Beobachter berichtete im Dezember 2007 über die Nominierten.
Damals wurden Dr. Niels Fertig und sein Team für die Entwicklung des sogenannten Patch-Clamping-Verfahrens nominiert, welches die gezielte Suche nach Medikamenten deutlich vereinfachen, beschleunigen und dabei kostengünstiger und sicherer gestalten sollte. Die Jury entschied zwar, dass ein anderes Team den Preis erhielt, aber allein die Nominierung war für Dr. Niels Fertig und sein Team eine große Ehre.
Der damalige Bundespräsident Horst Köhler würdigte alle Nominierten als „Menschen, die beispielhaft den Erfindergeist und die Umsetzungskraft verkörperten, auf die Deutschland für die Zukunft setzten müsse”.
Vor wenigen Tagen wurden in München die Nominierungen für den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis 2014 bekanntgegeben. Neben zwei weiteren Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wurden auch wieder Niels Fertig (Sprecher), Andrea Brüggeman und Michael George für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.
Dieses mal geht das Team mit einer Entwicklung namens „Ionenkanalmessungen mit Hochdurchsatz“ ins Rennen. Mit dieser Technologie ist es möglich, zahlreiche medizinische Wirkstoff-Kandidaten gleichzeitig an Hunderten verschiedenen Zellen auf ihren Nutzen testen lassen. Dadurch ist es möglich, neue Medikamente deutlich schneller und zu geringeren Kosten als bisher an den Markt zu bringen. Pharmaunternehmen können das System auf einfache Weise in bestehende Laboreinrichtungen integrieren.
Wer in diesem Jahr den Deutschen Zukunftspreis erhält, entscheidet sich am Sonntag, 19. November in Berlin. Die Entscheidung der Jury wird dann im Rahmen einer Gala-Veranstaltung bekanntgeben. Die feierliche Übergabe des Deutschen Zukunftspreises übernimmt Bundespräsident Joachim Gauck. Das ZDF wird die Preisvergabe am gleichen Tag um 22.15 Uhr übertragen.