Insekten-Hotel im Steinway-Park

Paradies für Wildbienen, Florfliegen, Schmetterlinge & Co.: das Insektenhotel im Steinway-Park.

Realschüler engagieren sich für Naturschutz in Seesen / Initiator Horst Vaupel: „Weitere Bereicherung“

Seit einiger Zeit hat ein Insektenhotel seinen Standort im Steinway-Park Seesen gefunden. Entstanden ist es in einem Unterrichtsprojekt im Werkunterricht mit Schülern der Realschule Seesen – insbesondere Elia Wuttke und Deniz Yalinkilic taten sich hier hervor – unter der Leitung von Werklehrer Manfred Gerike. Planung und Koordination des Projekts oblagen Horst Vaupel, Mitglied des Steinway-Park-Vereins, der das Projekt auch initiiert hatte. Besonders freute sich Vaupel, dass es gelungen war, eine ganz Reihe Unterstützer aus der lokalen Wirtschaft mit ins Boot zu holen. Sponsoren waren beispielsweise die Firmen W. Bockfeld & Sohn (Zimmerei-Sägewerk), Main Müller (Bedachungen), G. Tuchtfeld (Zimmerei-Holzbau) sowie die örtlichen Baumärkte, die kostenlos Materialien zur Verfügung stellten. Alle darüber hinaus entstandenen Kosten trug der Verein Steinway-Park Seesen.
„Das Insektenhotel ist neben Spiel- und Sportgeräten und der Vogeluhr eine weitere Bereicherung des Steinway-Parks, in diesem Fall im Hinblick auf Naturschutz“, machte Vaupel im Rahmen eines Pressetermins vor Ort deutlich. Für eine Vielzahl von Insektenarten, wie beispielsweise Flor- und Schwebfliegen oder Wildbienen werde das Überleben in einer sich wandelnden Umwelt immer schwieriger; wichtigste Ursachen seien sicherlich die chemische Belastung der Umwelt sowie der Mangel an geeigneten Nistplätzen. Vaupel: „Um hier – zumindest was die fehlenden Nistplätze angeht – ein wenig Abhilfe zu schaffen, haben die Schüler gewerkelt, gebaut und mit der Genehmigung der Stadt Seesen ihr Werk im Steinway-Park aufgestellt“.
Wie sich erkennen lässt, hat auch ein solches Insektenhotel viele „Zimmer“: Bohrungen in trockenem Scheitholz oder in Porenbeton, Gittersteine, deren Löcher mit Hohlstängeln verfüllt sind, Totholz, Markstängel und ähnliches; hier ist Kreativität gefragt. Die ebenfalls integrierten Schmetterlingshäuser bieten Faltern zu jeder Jahreszeit einen geschützten Platz vor Stürmen oder starken Niederschlägen; von einigen Schmetterlingsarten werden sie sogar zum Überwintern genutzt. Nun bleibt nur zu hoffen, dass viele geflügelte Gäste dieses neue „Wohnungsangebot“ auch nutzen.