Investitionen in die „wasserwelt“

Eine große Baumaßnahme ist die Erneuerung der über 40 Jahre alten Halleninnendecke in der sehusa wasserwelt.Die erforderliche Schließungszeit im Badbereich ist vom 18. Mai bis zum 26. Juni geplant. Der Saunabetrieb soll schon nach zirka zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden.
 
Die alte braune Holzdecke in der „sehusa wasserwelt“ wird durch eine weiße Deckenfläche ersetzt. Zusätzliche Maßnahmen im technischen Bereich erfordern ebenfalls finanziellen Einsatz. Insgesamt müssen 940.000 Euro aufgewendet werden. Darüber informierten Erik Homann und Dr. Hans-Joachim Voß im Rahmen eines Pressegesprächs.

Wegen Umbauarbeiten an der Decke bleiben Bad und die Sauna ab Dienstag geschlossen

Positive Nachrichten kommen in dieser Woche von der „sehusa wasserwelt“. Die Besucherzahlen sind konstant hoch – sowohl in Bad mit der „Crazy Cone“ und auch in der Saunalandschaft. Zudem wird kräftig investiert, in eine neue Decke und in zwei neue Module im Blockheizkraftwerk.

In einem Pressegespräch gaben Wirtschaftsbetriebe-Geschäftsführer Erik Homann sowie der Vorsitzender des Aufsichtsrates, Dr. Hans-Joachim Voß Einblicke in den beschlossenen Wirtschaftsplan 2016. Zunächst erfolgte aber ein Rückblick.
Das Jahr 2015 wird als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 nach dem Rekordjahr 2014 bezeichnet. Die klimatischen Bedingungen zeigten auch Spuren in den Besucherzahlen des Bades und der Sauna. Mit fast 140.000 Badegästen bis zum 30. November waren erfreulicherweise nur 4.200 Besucher weniger als im Jahr 2014 zu verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2013 wurden aber 4.700 Besucher mehr gezählt.
In der Sauna wurden schon zirka 30.000 Gäste bis zum 30. November 2015 festgestellt. Eine Steigerung war bei den Besucherzahlen der Kinder unter sechs Jahren – die freien Eintritt haben – festzustellen. Etwa 14.500 kleine Gäste konnten bis zum 30. November gezählt werden, über 800 mehr als im Vorjahr.

514.000 mal wurde die „Crazy-Cone“ durchrutscht

Die „Crazy-Cone“-Rutsche wurde über 514.000 Mal von allen Altersgruppen in Anspruch genommen. Eine positive Entwicklung im Vergleich zur alten Rutsche. Seite der Eröffnung im Jahr 1974 waren bereits fast neun Millionen Besucher in der „sehusa wasserwelt“ zu Gast.
Diese Besucherzahlen verdeutlichen die Belastung, die sich auf die technischen Anlagen in der „sehusa wasserwelt“ auswirken. Die Belastungen der technischen Anlagen spiegelten sich im Wirtschaftsplan 2016 wieder, den Geschäftsführer Erik Homann den Aufsichtsratsmitgliedern auch während der jüngsten Zusammenkunft des Aufsichtsrates vorstellte.
Zuvor informierte er über die am 13. Oktober 2015 in Seesen stattgefundene Tagung des Bäderarbeitskreises, dem 23 Badbetreiber von Oldenburg über Hannover, Wolfsburg, Braunschweig bis Göttingen angehören. Nach einer Besichtigung der „sehusa wasserwelt“ äußerten sich die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sehr angetan von der Vielfalt des Angebotes im Bad und in der Sauna sowie der angenehmen räumlichen Gestaltung und der günstigen Eintrittspreise.
Zu den Maßnahmen: Der wesentliche Teil des Wirtschaftsplans weist Investitionen im Badbereich und im Blockheizkraftwerk aus. Nachdem zwei Module im Blockheizkraftwerk zum Austausch anstehen, werden jetzt alle Vorbereitungen getroffen, um im nächsten Jahr diese Maßnahme durchzuführen. Die Fördermöglichkeiten im Kraft-Wärme-Kopplungs-Bereich erlauben eine sehr günstige Finanzierung.

Alte braune Holzdecke wird durch strahlend weiße ersetzt

Eine weitere größere Maßnahme ist die Erneuerung der über 40 Jahre alten Halleninnendecke im Bad. Im laufenden Geschäftsjahr 2015 liefen daher alle Planungen auf das Ziel hinaus, im Jahr 2016 diese notwendige Maßnahme zügig zu realisieren. Die alte braune Holzdecke wird dann durch eine helle Deckenfläche ersetzt. Zusätzliche Maßnahmen im technischen Bereich erfordern ebenfalls den finanziellen Einsatz. Insgesamt muss ein Betrag von rund 940.000 Euro aufgewendet werden, um diese notwendigen Investitionen zu erledigen.
Die erforderliche Schließungszeit im Badbereich ist vom 18. Mai bis zum 26. Juni geplant. Der Saunabetrieb soll schon nach zirka zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden.
Um die allgemeine Kostensteigerung aufzufangen, wird ab 1. Januar 2016 eine Preiserhöhung im Badbereich von 15 bis 20 Cent erfolgen. Kinder bis zum 6. Geburtstag haben weiterhin freien Eintritt. Die Eintrittspreise Sauna bleiben unverändert.
Die mit der HarzEnergie durchgeführte Fusion habe sich sehr positiv für die Wirtschaftsbetriebe ausgewirkt. Nicht nur die Dividendenzahlung, sondern auch Synergieeffekte in den technischen und kaufmännischen Bereichen wirken sich ebenfalls günstig aus, da die Zusammenarbeit mit der HarzEnergie sehr gut ist.

Gastronomie macht Gewinn – Mehr Aufsichten vorgesehen
Positiv zu bewerten sei auch die Gastronomie in der „sehusa wasserwelt“. Sowohl im Insel-Bistro als auch im Sauna-Bistro werden Speisen und Getränke zu moderaten Preisen angeboten. „Hier erwirtschaften wir einen Gewinn”, erklärte Dr. Voß im Rahmen des Pressegesprächs mit dem „Beobachter“.
Erik Homann erklärte zudem, dass man vor dem Hintergrund der Besuche von Flüchtlingen Piktogramme angebracht habe. Die Flüchtlinge hätte teils keine Schwimmkenntnisse und es sei bereits vorgekommen, dass ein junger Mann vor dem Ertrinken aus dem Wasser gerettet werden musste. Daher wurden nun entsprechende Hinweise in deutscher und englischer Sprache nebst Piktogramm angebracht worden. Auch soll die Wasseraufsicht erhöht werden. Erinnert wurde da auch an den tödlichen Badeunfall von Bad Gandersheim vor geraumer Zeit. Man treffe in Seesen alle Vorkehrungen, damit kein Unglück geschieht, erklärte Erik Homann.
Eine Absage musste man indes Schwimm-Vereinen aus Osterode erteilen. Nach der Schließung des großen Hallenschwimmbeckens im ALOHA in Osterode gab es zahlreiche Anfragen von Vereinen, die die „sehusa wasserwelt“ nutzen wollten. Hier mussten die Seesener passen, da sonst der normale Schwimmbetrieb für Gäste nicht mehr hätte gewährleistet werden können.
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Voß übernahm während der Aufsichtsratssitzung die Aufgabe, den langjährigen Geschäftsführer Peter Riehm nach seiner insgesamt über 50-jährigen Tätigkeit im Unternehmen zu verabschieden. Für die geleistete Arbeit brachte der Aufsichtsratsvorsitzende den Dank und die Anerkennung zum Ausdruck, und den Glückwünschen des Vorsitzenden zum bevorstehenden Ruhestand des Geschäftsführers Peter Riehm schlossen sich die Mitglieder des Aufsichtsrates an.

Peter Riehm: Dank für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
Peter Riehm bedankte sich für die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit im Aufsichtsrat. In diesen Dank schloss er die Mitarbeiter sowie den Betriebsrat mit ein. Seinem Nachfolger Erik Homann wünschte er alles Gute für die zukünftige Tätigkeit.