Irrwitzige Gangster-Story im Nebel verhüllt

Frontman Gabor Wuttke.

„Church-hills Blasenleiden“ zog beim Frühjahrskonzert alle Register

Kirchberg (ag). Beim traditionellen Frühjahrskonzert von „Church-hills Blasenleiden“ waberte in dichten Schwaden grüngespenstischer Nebel durch die ausverkaufte Mehrzweckhalle. Dieser war von einer subtilen Regie das Ambiente einer Strafanstalt verliehen worden. In einer irrwitzigen Geschichte brachte die Band die grauenhafte Lebensgeschichte eines Gangsters – von der Wiege bis zur Bahre – auf die Bühne, wobei das wesentliche Stilmittel natürlich immer das passende Liedgut war.
Doch auch dem Auge wurde etwas geboten; dafür sorgten zum Beispiel Rudi Wuttke als unverwechselbar schrullige Miss Marple oder Gösta Grabau als teuflischer Dr. Hanibal Lecter. Der Kirchberger „Achter“ griff nach seinem „Bildungsprogramm“ zu den eigenen Tatwaffen, und mit Kraft und Leidenschaft ging ein mehrstündiges Klanggewitter auf die Fangemeinde nieder. „CHB“ hat keine Zielgruppe, es zeichnete die Band mal wieder aus, dass alle – vom Großvater bis zum Enkel – voll auf ihre Kosten kamen.