Jacobson’sche Waisenanstalt

Der Waisenanstalts-Inspector Victor Plaut mit Ehefrau und Hausmutter Johanne am Eingang zum Hof.

Ein neues Buch zur jüdischen Geschichte Seesens

Der Freundeskreis Städtisches Museum Seesen lädt für Donnerstag, 2. Juni, um 19 Uhr zu einem historischen Vortrag in das Seesener Museum ein: Dr. Joachim Frassl, profunder Kenner der jüdischen Geschichte Seesens und der berühmten Jacobson-Schule mit ihrer Reform-Synagoge, wird „Neues über die Jacobson’sche Waisenanstalt“ referieren.

Gleichzeitig wird er sein neues Buch vorstellen, für das der „Freundeskreis“ als Herausgeber zeichnet: Hinter dem Titel „Blumen auf dem Felde“ verbirgt sich eine Spurensuche nach der Seesener Waisenanstalt.
Der Verfasser zeigt auf, wie stark sich die Gründung des Waisenhauses 1851 auf die ursprünglichen pädagogischen Ideen der Freischule von 1801 bezieht. Die „Spurensuche“ der letzten Jahre erbrachte neue Aussagen zur Architektur, zum Schulprogramm für Handwerk, Gartenbau und Botanik, zum Gebetbuch des Waisenhaus­-inspektors Joseph Stern und zu den Reaktionen der jüdischen Welt zu dem, was und wie es sich in Seesen entwickelt. Wer schließlich hat schon einmal von der Orgel der Waisenanstalt gehört?
Frassl zeigt auf, wo auf der heutigen Poststraße die Gebäude gelegen haben, er rekonstruiert die Ideen eines kleinen Rundtempels für das Grabmal Meyer Jacobsons und erfasst auch die Etappen der Nutzung des 1902 errichteten neuen Waisenhaus-Gebäudes an der Lautenthaler Straße und beleuchtet die Nutzung des Hauses nach der Schließung 1926 bis hin zum Kriegsende 1945.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 23. Mai 2016