Jahrgangsbeste schließt mit Notenschnitt von 1,0 ab

Neben den Abiturientinnen und Abiturienten und ihren Eltern sind auch zahlreiche Freunde, Verwandte und Bekannte zur Entlassungsfeier in das Jacobson-Gymnasium gekommen.
 
"G7 mal zwei": Die Gedanken zum Abitur 2011 von Schulleiter Stefan Bungert.

97 Absolventen des Jacobson-Gymnasium nahmen am vergangenen Freitag Reifezeugnisse in Empfang

Für die 51 weiblichen und 46 männlichen Abiturienten des Jacobson-Gymnasiums - darunter auch Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Lutter und der Stadt Bockenem - endete mit der Übergabe der Reifezeugnisse im Rahmen der Entlassungsfeier am Freitag die 12- bzw. 13-jährige Schulzeit. 55 Abiturienten erzielten eine Zwei -, 14 von ihnen sogar eine Eins vor dem Komma.

Von Antonio Mateo

Seesen. Insgesamt 97 junge Leute nahmen in der Aula im Schulzentrum Seesen, glücklich ihre Abiturzeugnisse entgegen. Fast doppelt so viele Abiturienten wie im Jahr 2009 und mehr als 40 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Die Begrüßung hatte zuvor Oberstufenkoordinator Gerd Stegemann übernommen und damit die letzte Schulveranstaltung für die Abgänger eingeläutet. Mit den Worten, „Endlich – der lang ersehnte Abschluss des Abiturs! Wenn ich richtig gezählt habe, hat die reine Abiturprüfungszeit 52 Tage gedauert, abgezogen habe ich Samstage, Sonntage, Osterferien, Brückentage um Christi Himmelfahrt und die Pfingstferien“ , startet Gerd Stegemann seine Rede. Zahlen, Daten und Fakten sollen verdeutlichen wie viel Zeit (teilweise in Minuten umgerechnet) von den Abiturienten und Lehrern in der Abiturprüfungszeit aufgebracht werden mussten um das Ziel des erfolgreichen Abiturs zu erreichen.

Den Ausführungen Stegemanns schlossen sich die Gedanken des Schulleiters Stefan Bungert ("G7 mal zwei") an. Er beschrieb die erheblichen logistischen und organisatorischen Herausforderungen für die niedersächsischen Gymnasien, die Aufgrund der Entscheidung der neuen Landesregierung - die Orientierungsstufe abzuschaffen und gleichzeitig die Schulzeit bis zur Abiturprüfung zu verkürzen – entstanden sind. Weiter erklärt Bungert zum Gesamtergebnis, dass beide Jahrgänge getrennt betrachtet, die Gesamtdurchschnittsnote lediglich um eine Stelle hinter dem Komma auseinander geht. In der Summe aller Faktoren sind nach Bungerts Aussagen, Unterschiede kaum vorhanden. Er betont, dass das echte G8 erstmals im nächsten Jahr mit dem Abiturjahrgang 2012, kommt. “In der Erziehungsarbeit haben wir eben keinen Unterschied zwischen den Jahrgängen gemacht – für beide Jahrgänge hatten wir sieben Jahre Zeit – und ich bin der Überzeugung, dass das mit dazu beigetragen hat, dass die Schüler und Schülerinnen beider Jahrgänge am Ende eben nahezu gleich erfolgreich waren“ betont der Schulleiter zum Schluss seiner Rede.

Neben den Grußworten der Schülerschaft (Klara Nußbaum und Daniel Roczynski), der Rede der Abiturientinnen und Abiturienten (jeweils die Vertreter der Jahrgangssprecher), den Anmerkungen zum Abiturjahrgang 2011 , vorgetragen durch die Mentoren Dietrich Kassebaum und Holger Ritzke, gab auch die Elternschaft ihre Visitenkarte ab. Inga Kühn, Vorsitzende des Schulelternrates, verwies darauf, wie die Elternschaft mit gebangt, mit gezittert, ermutigt, beruhigt und getröstet hat. „Wenn sich die Tür für alle Schülerinnen und Schüler des Jacobson-Gymnasiums schließt, dann öffnen sich Euch Tausend neue Türen. So unterschiedlich ihr alle seid, so unterschiedlich werden Eure weiteren Lebenswege sein.“ erklärt Kühn. Gleichzeitig überbringt sie die Glückwünsche des Elternrates zum Abschluss und übermittelt alles Gute für die Zukunft.

Die zwei Jahrgangsbesten waren Milena Miszczuk (Notenschnitt 1,0) aus Seesen und Heinrich Dröge (1,1) ebenfalls aus Seesen. Die Ehrungen für das beste Abitur übernahm Schulleiter Stefan Bungert. Beide erhielten jeweils eine Urkunde von e-fellows.net mit Stipendium, Milena Miszczuk zusätzlich die Ehrung der Glemser Stiftung. Auch acht Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Lutter bauten am Jacobson-Gymnasium ihr Abitur. Es sind Kristina Hübner (Lutter), Chris Andrew Poppe (Wallmoden), Frederik Wiedmann (Lutter), Carolin Besser (Hahausen), Lisa Buttgereit (Neuwallmoden), Rene Kleinwechter (Lutter), Nathalie Porompka und Vivien Schmidt (beide Neuwallmoden).

Es gab noch weitere Würdigungen besonderer Leistungen. Ausgezeichnet im Fachbereich Mathematik wurden Sonja Ferkel und Milena Miszczuk. Im Fachbereich Physik: Christian Dormeyer, Christian Drat und Imken Warnecke. Im Fachbereich Chemie: Janine Mayer und Milena Miszczuk. Im Fachbereich Musik: Kevin Becker und Verena Schwerdtfeger. Im Fachbereich Sport: Marvin Baumert, Theres Herzberg, Michael Kaufmann, Rene`Kleinwechter und Alessandro Orto. Im Fachbereich Latein: Moritz Kleiner und Philipp Winkel sowie für den Sanitätsdienst Daniel Manschke, Kevin Rudolph und Tony Zerbes. Für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten in der Aula des Schulzentrums sorgte die Jazz Combo mit Stücken von Duke Ellington, Louis Prima und Bob Seger - "It don´t mean a thing", "Just a Gigolo" und "Old tmine rock´n roll". Im Anschluss an die Entlassungsfeier baten die Abiturientinnen und Abiturienten zum Sektempfang in das Foyer der Aula.