Jörg Kappei und Magnus Hirschfeld sind zwei ganz harte Burschen

  Jörg Kappei von der Feuerwehr Herrhausen und Magnus Hirschfeld von der Feuerwehr Rhüden holten bei der diesjährigen TFA-Europameisterschaft gleich dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. „Hart ist nicht hart genug“, lautet das Motto der Teilnehmer und Teilnehmerinnen des TFA-(Toughest Firefighter Alive)-Wettkampfes, dem härtesten Feuerwehrwettkampf der Welt.
Die Liste mit Teilnehmern aus der ganzen Welt war auch diesmal wieder gespickt mit bekannten Namen dieser anspruchsvollen Sportart. 13 Nationen waren vertreten; unter anderem ging am Wettkampfwochenende auch der amtierende „Stärkste Feuerwehrmann der Welt“ an den Start. Der TFA ist ein internationaler Feuerwehrsportwettkampf, bei dem die Teilnehmer an ihre körperlichen Grenzen gehen müssen. Beim Wettkampf müssen die Teilnehmer vier Stationen durchlaufen, die im Aufbau den Einsatzsituationen einer Feuerwehr nachempfunden sind. Neben Schlauchziehen, eine Eskaladierwand hochklettern, Leitern aufstellen oder Gewichte ins zweite Stockwerk tragen, müssen die Teilnehmer 300 Stufen im Elisabeth-Krankenhaus in gesamter Einsatzkleidung hoch rennen. In diesem Jahr wird es für die Sportler und Sportlerinnen noch härter, da die Regeln auf internationale Standards angepasst wurden. Für die Wettkämpfer bedeutet das, dass sie zum einen in ihrer gesamten Einsatzkleidung an den Start gehen und dabei teilweise auch noch die Atemschutzgeräte (PA) angeschlossen haben müssen. Jörg Kappei und Magnus Hirschfeld bewältigten die Aufgaben mit Bravour.

Station 1: Schlauchziehen, Schläuche aufrollen
Unter Atemschutz werden 2 x 4 B Schläuche (welche bereits zusammengekuppelt in Buchten liegen,) an eine Kreiselpumpe angeschlossen – und über eine Distanz von 80 Metern ausgezogen. Anschließend werden zwei B-Schläuche „einfach“ aufgerollt und zu einer Box getragen – und dort korrekt eingelegt.

Station 2: Keiser Force Machine, Tunnellauf, Dummy, Eskaladierwand
Bei dieser Station muss an einer Keiser Force Machine ein Gewicht von 72,5 Kilogramm mit einem Vier-Kilogramm-Hammer über eine Distanz von 1,5 Meter bis zur Zielmarkierung geschlagen werden. Anschließend geht es mit einem Kanister (Gewicht von 20 Kilogramm) durch einen Tunnel. Im Anschluss daran wird ein 80-Kilogramm-Dummy von einem Podest gehoben und über eine Strecke von 80 Metern gezogen. Danach wird zu einer 100 Meter entfernten Wand gelaufen; dort wird der PA abgelegt und die Wand von drei Metern Höhe überwunden. Die Zeitnahme erfolgt beim Aufkommen auf der Sprungmatte.

Station 3: Anleitern, Gewichte ins zweite Stockwerk tragen, Schläuche hochziehen, Mundstück aufschrauben
Nach dem Anleitern zweier Leitern müssen zwei 15 Kilogramm schwere Kanister ins zweite Obergeschoss getragen werden. Dort müssen zwei B-Schläuche, die in einer Leine eingebunden sind, hochgezogen werden. Anschließend werden die zwei Kanister wieder heruntergetragen. Unten angekommen, muss noch ein Mundstück eines Strahlrohres oder Wasserwerfers aufgeschraubt werden.

Station 4: Treppenlauf
Die letzte Station besteht darin, mindestens 15 Stockwerke hoch zu laufen (60 Meter). Je nach Austragungsort können bis zu 35 Stockwerke gelaufen werden.
Findet der Wettkampf in Mönchengladbach statt, müssen die 300 Stufen des Elisabeth-Krankenhauses, Hubertusstraße 100, hochgelaufen werden.