Josef Ziga gastiert in Sankt Andreas

Josef Ziga stellt sich dieses Mal einer besonders schwierigen Aufgabe, indem er gleich zwei der anspruchsvollsten Werke zu Gehör bringen wird.

Abonnementskonzert in der Seesener St. Andreaskirche mit serbischem Violinisten

Zum wiederholten Mal gastiert im Rahmen der Abonnementskonzerte in der Seesen St. Andreaskirche der serbische Violinist Josef Ziga.

Der renommierte Geigenvirtuose stellt sich dieses Mal einer besonders schwierigen Aufgabe, indem er gleich zwei der anspruchsvollsten Werke zu Gehör bringen wird. Die „Teufels- Triller-Sonate“ von Giuseppe Tartini und das 1. Violinkonzert von Niccolò Paganini.
Der Faszination des Namens Paganini hat sich bislang noch keine Epoche zu entziehen vermocht. Weder die Legenden um den Violinvirtuosen, noch die mitunter kritische Bewertung seiner Kompositionen konnten den Zauber brechen. Bis heute ist der spielerische Anspruch in Paganinis Konzerten für jeden Geiger die größte Herausforderung und gleichzeitig der Beleg für die unvergleichlichen Fähigkeiten des Genies.
Als Paganini 1828 erstmals Italien verließ und in Wien konzertierte, war er bereits 45 Jahre alt und auf dem Zenit seiner Kunst. In den Folgejahren versetzte er Europa in Raserei und Verzückung. Zeitzeugen seiner Kunst wie Schubert in Wien, Schumann in Frankfurt, Chopin in Warschau und Berlioz in Paris waren zutiefst bewegt und ergriffen von der inbrünstigen Musikalität Paganinis.
Das Verhältnis zwischen Solo- und Orchesterpart entspricht in etwa den Gegebenheiten in virtuosen italienischen Opernarien, deren Wirkung der mit Rossini befreundete Paganini außerordentlich schätzte. Josef Ziga wird begleitet vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, das unter der Leitung seines Chefdirigenten Christian Fitzner als sinfonisches Hauptwerk des Abends die heitere 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven spielen wird.
Das Konzert findet am Freitag, 16. Juni, um 20 Uhr in der St. Andreaskirche Seesen statt. Um 19.15 Uhr beginnt die Konzerteinführung mit dem Künstlerischen Leiter Martin Weller im großen Saal des Kirchenzentrums. Karten gibt es in der Geschäftsstelle des Seesener „Beobachters“, allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendskasse.